Foxit-Studie, Mitarbeiter

Foxit-Studie: KI kostet Mitarbeiter wertvolle Arbeitszeit

16.03.2026 - 00:00:25 | boerse-global.de

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass KI im Büro oft zu zusätzlicher Kontrollarbeit führt und Mitarbeiter wöchentlich Zeit verlieren. Gleichzeitig warnt der Personalmarkt vor den Folgen von chronischer Unterforderung.

Foxit-Studie: KI kostet Mitarbeiter wertvolle Arbeitszeit - Foto: über boerse-global.de
Foxit-Studie: KI kostet Mitarbeiter wertvolle Arbeitszeit - Foto: über boerse-global.de

Eine neue Studie entlarvt die KI-Entlastung als Mythos. Statt Zeit zu sparen, verlieren normale Angestellte durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz wöchentlich wertvolle Minuten. Gleichzeitig warnt der Personalmarkt vor einem gefährlichen neuen Trend: dem "Quiet Cracking".

KI schafft keine Freiräume, sondern Kontrollarbeit

Der "State of Document Intelligence Report" des Softwareunternehmens Foxit zeigt ein ernüchterndes Bild. Zwar erwarten 89 Prozent der Führungskräfte Produktivitätsgewinne durch KI. In der Realität sparen sie selbst aber nur 16 Minuten pro Woche. Ihre Mitarbeiter verlieren sogar 14 Minuten.

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Der Grund: Statt kreativer Aufgaben übernehmen Beschäftigte nun monotone Kontrollarbeit. Sie müssen KI-generierte Inhalte prüfen und verifizieren. Diese qualitative Unterforderung, auch Boreout genannt, wird zum großen Risiko. Arbeitspsychologen warnen vor chronischer Langeweile und Erschöpfung – ähnlich wie bei einem Burnout.

Vom "Quiet Quitting" zum inneren Zerbrechen

Die Personalberatung Robert Walters beobachtet eine bedenkliche Entwicklung. Nach der Phase des "Quiet Quitting", dem Dienst nach Vorschrift, folgt nun "Quiet Cracking". Mitarbeiter funktionieren äußerlich weiter, brechen aber innerlich unter der Unterforderung und unsichtbarem Stress zusammen.

Daten des Meinungsforschungsinstituts Gallup stützen diese Analyse. Die positiven Emotionen in Belegschaften sanken global auf 65 Prozent. Rund 20 Prozent der Arbeitnehmer gelten als emotional konfliktiert. Diese Gruppe droht bei anhaltendem Leerlauf in Resignation abzugleiten.

So nutzen Arbeitnehmer Leerlaufphasen richtig

Die Strategie gegen Boreout heißt Eigeninitiative. Psychologen raten, freie Kapazitäten aktiv für die Weiterbildung zu nutzen. Das reine Absitzen von Zeit gilt als Hauptauslöser für Erschöpfung.

Ein Schlüssel ist der "Return on Employee" (ROE). Diese Kennzahl, die 93 Prozent der Firmen erfassen, misst Fähigkeiten und Zufriedenheit. Mitarbeiter sollten das Gespräch mit Vorgesetzten suchen. Ziel: neue Projekte oder Weiterbildungen. Wenn KI Routine übernimmt, bleibt Raum für menschliche Stärken wie Kreativität und analytisches Denken.

Führungskräfte in der Pflicht

Manager tragen eine große Verantwortung. Gallup-Daten zeigen: Sie beeinflussen bis zu 70 Prozent des Team-Engagements. Eine realistische Aufgabenverteilung ist essenziell, um Über- und Unterforderung zu vermeiden.

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Mehr Kontrolle hilft gegen "Quiet Cracking" nicht. Gefragt sind klare Führung und transparente Kommunikation. Manager müssen erkennen, wenn Talente brachliegen. Regelmäßige Feedbackgespräche dienen als Frühwarnsystem. Firmen, die Leerlauf in Lernzeit umwandeln, punkten mit höherer Mitarbeiterbindung.

Boreout wird zum Wirtschaftsrisiko

Die aktuellen Daten markieren einen Wendepunkt. Lange lag der Fokus auf der Vermeidung von Burnout. Jetzt belegen Studien: Chronische Unterforderung richtet ähnlichen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schaden an.

Technologie polarisiert die Arbeitswelt. Während einige Branchen unter Überlastung ächzen, entstehen in Bürojobs neue Leerlaufphasen. Der Erfolg hängt davon ab, diese Kapazitäten sinnvoll zu nutzen – und nicht in sinnlose Kontrollprozesse zu stecken. Die Verschiebung hin zu qualitativen Werten wie dem ROE zeigt, dass der Markt das erkennt.

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