Foxconn, Apples

Foxconn baut Apple's KI-Zukunft

16.01.2026 - 05:45:12

Foxconn wird zentraler Hersteller für Apples eigene KI-Serverprozessoren. Die Massenproduktion soll 2026 starten und die Grundlage für die Apple-Intelligence-Infrastruktur bilden.

Apple setzt voll auf künstliche Intelligenz – und verlässt sich dabei erneut auf seinen langjährigen Partner Foxconn. Der taiwanische Elektronikriese wird zum zentralen Hersteller für die speziellen KI-Serverchips, mit denen Apple seine eigene Infrastruktur aufbauen will. Ein strategischer Schachzug, der beide Unternehmen enger denn je verbindet.

Massenproduktion für Apple’s KI-Chips startet 2026

Apple will noch in diesem Jahr mit der Massenproduktion eigener KI-Serverprozessoren beginnen. Das geht aus einer aktuellen Prognose des renommierten Analysten Ming-Chi Kuo von TF Securities hervor. Die speziell designten Chips sollen das hardwaremäßige Fundament für die „Apple Intelligence“-Ökosysteme bilden. Ab 2027 plant der Konzern dann den Bau neuer, darauf zugeschnittener Rechenzentren. Diese Zeitachse unterstreicht: Apple braucht einen Partner, der die komplexe Montage dieser Hochleistungsserver in riesigem Maßstab beherrscht. Eine Rolle, für die sich Foxconn seit Jahren rüstet.

Foxconns lukrative Neuausrichtung auf KI-Hardware

Foxconn, offiziell Hon Hai Precision Industry, hat seine Operationen konsequent auf den globalen KI-Boom ausgerichtet. Die Strategie zahlt sich finanziell bereits aus. Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 einen Rekordumsatz von rund 76 Milliarden Euro. Analysten hatten diese Marke nicht erwartet. Treiber des Wachstums ist die starke Nachfrage nach KI-Servern. Die Cloud- und Netzwerksparte, zu der dieses Geschäft gehört, ist seit mehreren Quartalen der größte Umsatzbringer – noch vor der traditionellen Unterhaltungselektronik. Um das Wachstum zu beschleunigen, will Foxconn zwischen 1,8 und 2,7 Milliarden Euro pro Jahr in KI-Projekte investieren.

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Gemeinsame Fabrik in Texas als Grundstein

Die Zusammenarbeit ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits in der Umsetzung. Anfang 2025 bestätigten Apple und Foxconn den gemeinsamen Bau einer KI-Serverfabrik in Houston, Texas. Die Anlage mit einer Fläche von über 23.000 Quadratmetern soll noch 2026 in Betrieb gehen. Hier wird die kritische Hardware für Apples KI-Dienste montiert, darunter die Infrastruktur für das „Private Cloud Compute“-System. Die Fabrik ist ein strategischer Schritt, um eine US-amerikanische Lieferkette für diese Schlüsseltechnologie aufzubauen und entspricht Apples Ziel, mehr in heimische Produktion zu investieren.

Eine für beide Seiten vitale Partnerschaft

Die vertiefte Allianz ist strategisch klug. Für Apple sichert sie einen zuverlässigen, weltklasse Hersteller, der ambitionierte Roadmaps im großen Stil umsetzen kann. Die jahrzehntelange Beziehung hat sich bereits bei hunderten Millionen Geräten bewährt. Für Foxconn bedeutet der Wandel vom iPhone-Monteur zum KI-Infrastrukturanbieter den Eintritt in ein profitableres Geschäft. Die Abhängigkeit von den zyklischen Konsumgütermärkten sinkt. Das gewonnene Know-how macht Foxconn auch für andere Tech-Giganten attraktiv, die in den KI-Hardware-Markt drängen. Das festigt die Führungsposition des Unternehmens.

Symbiose wird in der KI-Ära noch enger

Die zweite Hälfte 2026 wird zur Bewährungsprobe, wenn die Produktion der Apple-Chips hochfahren soll. Der Erfolg von Apples integrierter KI-Strategie hängt maßgeblich von der reibungslosen Fertigung ab – und damit von Foxconn. Je tiefer KI-Funktionen in iPhone, Mac und künftige Geräte eingebettet werden, desto größer wird der Bedarf an leistungsstarker Hardware. Die Partnerschaft, die das Smartphone-Zeitalter prägte, baut nun das Rückgrat des KI-Zeitalters. Ihre symbiotische Beziehung dürfte in den kommenden Jahren noch an Bedeutung gewinnen.

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