Fourier, GR-3

Fourier GR-3: Roboter-Pflegekraft erobert den US-Markt

07.01.2026 - 04:00:12

Der chinesische Hersteller Fourier Intelligence bringt seinen menschenähnlichen Pflegeroboter GR-3 nach Nordamerika. Auf der CES 2026 in Las Vegas präsentierte das Unternehmen die Maschine als Antwort auf den globalen Fachkräftemangel in der Pflege.

Während viele Konkurrenten auf rohe Kraft setzen, setzt Fourier auf Sicherheit und Vertrauen. Der 1,65 Meter große und 71 Kilogramm schwere GR-3 fällt sofort durch sein weiches Design auf. Statt blankem Metall trägt er eine Hülle aus griffigen Materialien in warmen Farbtönen. Diese „weiche“ Optik soll Berührungsängste nehmen – ein entscheidender Faktor für den Einsatz in Pflegeheimen oder Privathaushalten.

Mit 55 Freiheitsgraden bewegt sich der Roboter erstaunlich geschmeidig. Auf der Messe zeigte er sein Können vom Schachspiel bis zum Tanz. Die Ingenieure priorisierten bewusst die soziale Akzeptanz. Ihr Ziel: eine Maschine, die psychologische Sicherheit vermittelt.

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Mit Fingerspitzengefühl und KI-Verstand

Das Herzstück ist das „Full-Perception Multimodal Interaction System“. Es vereint visuelle, akustische und taktile Daten zu einem kohärenten Umgebungsverständnis. Ein Array aus 31 Sensoren an Torso und Kopf erfasst physischen Kontakt. Eine Berührung an der Schulter löst sofort soziale Reaktionen aus.

Die Steuerung kombiniert zwei KI-Ebenen: Schnelle Reflexe für Balance und Bewegung fusionieren mit einem Large Language Model (LLM) für kontextbewusste Gespräche. Eine animierte LED-Fläche zeigt Emotionen an. Diese emotionale Intelligenz gilt als Schlüssel, um Vertrauen in sensiblen Pflegesituationen aufzubauen.

Live-Demo: Von Schach bis Tanz

Auf der CES bewies der GR-3 seine Vielseitigkeit. Er spielte Schach, erkannte das Brett, entwickelte Strategien und setzte Figuren präzise. Seine „hüpfende“ Gangart und Tanzroutinen demonstrierten die Agilität der Aktuatoren. Die Batterie hält etwa drei Stunden – für den intermittierenden Einsatz in der Pflege durchaus ausreichend. Ein „Energiesparmodus“ verlängert die Betriebszeit bei geringer Aktivität.

Strategie in einer Nische mit Wachstum

Fourier besetzt mit dem GR-3 eine klare Marktnische. Während Tesla und andere auf universelle Arbeitsroboter setzen, konzentriert sich das Unternehmen auf „embodied AI for care“. Der demografische Wandel in Industrienationen und der Pflegenotstand schaffen hier einen riesigen Bedarf.

Analysen deuten auf einen Trend hin: Roboter-Hardware wird zunehmend für spezifische Anwendungsfelder maßgeschneidert. Fourier differenziert sich mit pflegezentrierten Features wie der weichen Hülle und emotionaler Intelligenz klar von utilitaristischen Konkurrenzmodellen.

Nach dem Debüt auf dem chinesischen Markt im August 2025 ist die US-Expansion ein wichtiger Schritt. Sie zeigt das Vertrauen des Herstellers in die Einhaltung westlicher Regularien und Verbrauchererwartungen. Fourier tritt damit in Konkurrenz zu etablierten Medizintechnikern und US-Startups.

Pilotprojekte und offene Plattform

Der Erfolg in den USA hängt von der Integration in lokale Gesundheitssysteme und vom Preis ab. Letzterer wurde für Nordamerika noch nicht genannt. Doch die Technologie weist den Weg zu autonomen, empathischen Assistenten, die das Pflegepersonal entlasten können.

Branchenbeobachter rechnen noch 2026 mit Pilotprojekten in US-Seniorenheimen und Reha-Zentren. Ein erfolgreicher Start könnte die Adoption humanoider Roboter in nicht-industriellen Sektoren beschleunigen. Fourier kündigte zudem eine offene API für Entwickler an. Dies könnte ein Ökosystem von Drittanbieter-Apps für medizinische oder edukative Zwecke entfachen und den Nutzen der Maschine deutlich erweitern.

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