Fortescue, Aktie

Fortescue Aktie: China prüft Fortune Fines strenger

02.06.2026 - 08:36:51 | boerse-global.de

China verschärft Qualitätsprüfung für neues Fortescue-Erz. Gleichzeitig treibt der Konzern seine milliardenschweren Klimaprojekte voran.

Fortescue Aktie: China prüft Fortune Fines strenger - Bild: über boerse-global.de
Fortescue Aktie: China prüft Fortune Fines strenger - Bild: über boerse-global.de

China verschärft die Qualitätskontrollen für ein neues Eisenerzprodukt von Fortescue. Gleichzeitig treibt der australische Minenkonzern seine milliardenschweren Klimainvestitionen voran. Beides bewegt Anleger.

Peking prüft "Fortune Fines"

Der staatliche chinesische Rohstoffkonzern CMRG hat die heimischen Stahlproduzenten angewiesen, die Qualität von Fortescues neuem "Fortune Fines"-Produkt genauer zu prüfen. Das berichten Marktteilnehmer. Das Produkt wurde bislang noch nicht verschifft.

Die Nachricht fällt in eine heikle Phase. Fortescue verhandelt mit chinesischen Abnehmern über einen langfristigen Liefervertrag. Wie sich die strengeren Auflagen auf die Konditionen auswirken, bleibt abzuwarten. Für den Konzern geht es um den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt der Welt.

Megaprojekt in Westaustralien

Parallel dazu treibt Fortescue seine "Real Zero"-Strategie voran. Das Ziel: null Emissionen bis 2030. Auf der Turner-River-Fläche in Westaustralien hat der Bau eines 690-Megawatt-Solarparks begonnen. Hinzu kommt ein Batteriespeicher mit 74 Megawatt Leistung und 650 Megawattstunden Kapazität am Standort Cloudbreak.

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Der Schritt ist notwendig, um die Minen vom Diesel zu lösen. Das ist teuer, aber alternativlos – zumal Fortescue im Geschäftsjahr 2024 rund 309 Millionen Dollar an Dieselsteuervergünstigungen erhielt. Fällt dieser Hebel weg, wird der Umbau noch dringlicher.

Die australische Erneuerbaren-Branche steckt indes in einer Krise. 2025 erreichten nur noch 2,3 Gigawatt neuer Projekte die Finanzierungsreife – ein Rückgang von 46 Prozent zum Vorjahr. Fortescue sticht heraus: Neben dem Solarpark baut der Konzern einen 133-Megawatt-Windpark und hat über 480 Kilometer neue Hochspannungsleitungen fertiggestellt.

Flotte wird elektrisch

Noch stärker als die Stromerzeugung treibt Fortescue die Elektrifizierung des Minenbetriebs voran. Geplant sind 16 elektrische Bagger und ein elektrischer Bohrhammer. Der erste batteriebetriebene Muldenkipper soll 2026 in Betrieb gehen.

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Die installierte Kapazität erneuerbarer Energien will der Konzern auf über 1,4 Gigawatt ausbauen. Das kostet Geld – Geld, das für Dividenden fehlt. Die aktuelle Rendite liegt bei 5,42 Prozent. Analysten erwarten, dass die Ausschüttungen in den Jahren 2026 und 2027 sinken.

Die Bewährungsprobe für Fortescue: Lieferverträge sichern, gleichzeitig den Konzern vom Diesel entwöhnen – und dabei die Aktionäre bei Laune halten. Die nächsten Monate zeigen, ob das aufgeht.

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