Fortem sichert US-WM-Stadien mit Abfangdrohnen
13.02.2026 - 05:11:12Die USA rüsten für die Fußball-WM 2026 auf: Ein millionenschwerer Regierungsauftrag stattet die Austragungsorte mit kinetischen Drohnenabwehrsystemen aus. Der Deal markiert den Sprung militärischer Technologien in den zivilen Großveranstaltungsschutz.
Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat das Unternehmen Fortem Technologies als alleinigen Anbieter kinetischer Drohnenabwehr für die FIFA Weltmeisterschaft 2026 ausgewählt. Der Multimillionen-Dollar-Auftrag ist Teil einer Dringlichkeitsinitiative, um die elf US-Austragungsorte vor unbefugten Drohnen zu schützen. Über eine Million internationale Besucher werden erwartet – die Sicherheitsanforderungen sind enorm.
Netzfänger für urbane Räume
Kern der Lösung ist Fortems DroneHunter-System. Dabei handelt es sich um eine Abfangdrohne, die ein Netz auf Zielobjekte schießt, um sie einzufangen und abzutransportieren. Diese kinetische, aber nicht-destruktive Methode gilt als Schlüssel für dicht besiedelte Stadionumgebungen. Herkömmliche Störsender könnten kritische Kommunikation beeinträchtigen; Sprengstoff kommt in Menschenmengen nicht infrage.
Die Technologie ist Teil eines breiteren 115-Millionen-Euro-Programms des DHS zum Schutz kritischer Infrastruktur. Sie soll nicht nur die WM, sondern auch die anstehenden „America250“-Jubiläumsfeiern absichern.
Militär setzt auf kostengünstige Kollisionsdrohnen
Parallel zur zivilen Aufrüstung schreitet die militärische Beschaffung voran. Eine US-Taskforce orderte kürzlich das Bumblebee V2-System für 5,2 Millionen Euro. Diese kostengünstige Abfangdrohne neutralisiert Ziele durch direkte Kollision – eine präzise Methode mit minimaler Kollateralschädigung auf dem Gefechtsfeld. Die Armee will sie umgehend bei ihrer Global Response Force einsetzen.
Neue Technologien gegen Drohnenschwärme
Die Industrie entwickelt parallel nicht-kinetische Lösungen. Der Rüstungskonzern Raytheon testete erfolgreich den Coyote Block 3NK, einen loiternden Effektor, der Drohnenschwärme ausschaltet und nach dem Einsatz sogar zurückgerufen werden kann. Die Wiederverwendbarkeit schafft eine neue Verteidigungsebene.
Auch mechanische Ansätze werden erprobt. Russische Kräfte testen im Konfliktgebiet um Saporischschja ein System mit rotierenden Seilen, das anfliegende FPV-Drohnen einfängt oder ablenkt. Eine simple, robuste Barriere als Antwort auf die Drohnenflut.
El Paso-Vorfall zeigt gefährliche Lücken
Die schnelle Einführung der Technologien offenbart gravierende Koordinationsprobleme. In El Paso, Texas, führte der Einsatz eines Hochleistungslasers gegen ein mutmaßliches „Kartell-Drohnen“-Ziel in Flughafennähe diese Woche zur vorübergehenden Schließung des Luftraums. Alle Flüge am internationalen Flughafen wurden gestoppt.
Spätere Berichte legen nahe, dass das Ziel möglicherweise nur ein Party-Luftballon war. Der Vorfall enthüllte tiefsitzende Bedenken der US-Luftfahrtbehörde FAA regarding der Sicherheitsrisiken durch Energiewaffen im zivilen Luftraum. Die Zuständigkeiten zwischen FAA, Verteidigungsministerium und Grenzschutz waren unklar.
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Regulatorisches Wettrennen gegen die Zeit
Die Ereignisse zeigen: Die hochentwickelte Drohnenabwehr ist im Alltag angekommen. Die Bedrohung wächst – im Vereinigten Königreich etwa verdoppelten sich Vorfälle mit Drohnen nahe Militärbasen im vergangenen Jahr.
Die Zukunft gehört einer gestaffelten Verteidigung, die verschiedene Technologien integriert. Der WM-Vertrag wird zum Großtest für den Einsatz in komplexen zivilen Umgebungen. Doch der El Paso-Zwischenfall warnt: Die Technologie entwickelt sich schneller als die Politik. Klare Einsatzregeln, reibungslose Behördenkoordination und der Schutz der zivilen Luftfahrt werden genauso entscheidend sein wie die nächste Generation der Abfangjäger. Das Rennen um die sicheren Lüfte hat begonnen.
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