Forscher lokalisieren Schaltzentrale des geistigen Auges
03.03.2026 - 23:49:15 | boerse-global.deEin neu entdeckter Hirnknoten ist unerlässlich für die visuelle Vorstellungskraft. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie. Sie liefert die bisher stärkste Erklärung für das Phänomen der Aphantasie.
Forscher des Mass General Brigham identifizierten den sogenannten "fusiform imagery node" als zentralen Hub. Ihre Studie in der Fachzeitschrift Cortex analysierte Patienten mit erworbener Aphantasie. Diese hatten nach einem Schlaganfall oder einer Hirnverletzung ihre Fähigkeit verloren, sich Bilder vorzustellen.
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Ein Knotenpunkt, der alles zusammenhält
Das Ergebnis war eindeutig: In 100 Prozent der Fälle war die Verbindung zu diesem speziellen Hirnareal unterbrochen. Die physischen Verletzungen lagen zwar an verschiedenen Stellen. Doch alle unterbrachen den gleichen Schaltkreis zum "fusiform imagery node".
Zum Vergleich zogen die Wissenschaftler fast 900 andere Hirnläsionen heran. Diese verursachten Symptome wie Sprachverlust oder Lähmungen. Hier fand sich keine Verbindung zum Vorstellungsknoten. Das unterstreicht seine einzigartige Rolle.
Warum Betroffene zwar sehen, aber nicht vorstellen können
Der Knotenpunkt fungiert offenbar als obligatorischer Verteiler. Ist die Kommunikation zu ihm hin unterbrochen, erlischt das innere Bild – selbst wenn andere visuelle Areale intakt sind. Das erklärt ein Paradoxon: Patienten können Gesichter normal erkennen, sie aber nicht mehr vor ihrem geistigen Auge abrufen.
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"Es ist, als ob man den Bildschirm einschaltet, aber das Grafikmodul fehlt", könnte man sagen. Die Studie liefert damit erstmals eine biologische Erklärung für ein subjektives Symptom. Für Betroffene bedeutet das mehr Verständnis für ihre eigene Genesung.
Neue Perspektiven für Therapie und Forschung
Die Entdeckung wirft grundlegende Fragen auf. Erzeugt der Knoten die Bilder selbst? Oder koordiniert er nur die Kommunikation zwischen anderen Hirnregionen? Die Antwort könnte neue Therapieansätze eröffnen.
Könnte eine gezielte Stimulation des Netzwerks die Vorstellungskraft wiederherstellen? Diese Frage treibt die Forschung nun an. Langfristig könnte das Verständnis dieses Knotens auch die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen beeinflussen.
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