Ford, Aktie

Ford Aktie: Verlust schlägt Prognose

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 00:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ford überrascht mit angehobener Jahresprognose, die den Nettoverlust im zweiten Quartal in den Hintergrund drängt. Analysten sehen den Autobauer nun positiver.

Ford Aktie: Trotz Quartalsverlust steigt der Kurs deutlich
Abstrakte Darstellung einer modernen Automobilfertigung mit dramatischer Beleuchtung und industrieller Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ford schreibt rote Zahlen – und die Aktie springt trotzdem zweistellig nach oben. Was nach einem Widerspruch klingt, erklärt sich mit einem Blick auf die Details der Quartalszahlen und vor allem auf den Ausblick, den der Autobauer für das laufende Jahr gibt.

Im zweiten Quartal fiel ein Nettoverlust von 1,33 Milliarden Dollar an, das entspricht 0,33 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Ford noch einen minimalen Verlust von 36 Millionen Dollar ausgewiesen. Der Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 48,30 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis verbesserte sich dagegen auf 638 Millionen Dollar.

Die Aktie reagierte an der New York Stock Exchange mit einem Kurssprung von 6,35 Prozent auf 15,91 Dollar. Der Ausschlag zeigt: Der Markt blickt weniger auf den Nettoverlust als auf die operative Entwicklung und den Ausblick.

Angehobene Prognose sticht Verlust

Ford erhöhte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Das adjustierte EBIT-Ziel liegt nun bei 10,0 bis 11,0 Milliarden Dollar, zuvor hatte die Spanne bei 8,5 bis 10,5 Milliarden Dollar gelegen. Für ein Unternehmen, das im Berichtsquartal einen Vorsteuerverlust von 2,03 Milliarden Dollar auswies, ist das ein bemerkenswertes Signal – der Vorstand traut dem zweiten Halbjahr offenbar deutlich mehr zu.

Parallel zu den Zahlen bestätigte Ford eine reguläre Quartalsdividende von 15 Cent je Aktie. Die Ausschüttung ist zahlbar am 1. September an Aktionäre, die am 11. August im Aktienregister eingetragen sind.

Analysten drehen bei

Schon vor der Zahlenvorlage hatte sich das Bild unter Analysten verschoben. Jefferies stufte Ford von "Halten" auf "Kaufen" hoch und erhöhte das Kursziel. Auffällig: General Motors erhielt im selben Zug ebenfalls ein Upgrade, während Stellantis auf "Verkaufen" heruntergestuft wurde. Unter den drei großen US-Autobauern zeichnet sich damit eine klare Trennlinie ab – Ford und GM gelten aktuell als die Favoriten, Stellantis fällt zurück.

Der Kurssprung nach den Zahlen dürfte diese Neueinschätzung zusätzlich untermauern. Ob sich das verbesserte Bild in den kommenden Quartalen fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, ob Ford die angehobene EBIT-Spanne bis Jahresende tatsächlich einhält.

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