Foodpanda-Comeback, Lieferdienst

Foodpanda-Comeback? Warum der Lieferdienst plötzlich wieder Thema ist

17.02.2026 - 00:44:29

Foodpanda ist in Deutschland verschwunden – und dennoch sorgt der Dienst 2025/2026 weltweit wieder für Schlagzeilen. Was steckt hinter dem Comeback in Asien, was bedeutet das für deutsche Nutzer – und lohnt sich das Warten?

Foodpanda ist zurück in den Schlagzeilen – aber nicht auf deinem Smartphone in Deutschland. Während Delivery Hero die Marke in Europa bereits 2021 eingestampft hat, wird sie in Asien gerade radikal umgebaut und teilweise verkauft. Für viele stellt sich die Frage: Kommt Foodpanda doch noch einmal nach Deutschland oder zeigt der Fall nur, wie hart der Liefermarkt geworden ist?

Wenn du wissen willst, ob es sich lohnt, auf ein Foodpanda-Revival in Deutschland zu hoffen – oder ob du besser auf andere Liefer-Apps setzt – bekommst du hier den kompakten Überblick. Was Nutzer jetzt wissen müssen...

Mehr Hintergründe direkt bei Delivery Hero zu Foodpanda lesen

Analyse: Das steckt hinter dem Hype

Foodpanda ist die internationale Lieferplattform von Delivery Hero SE, die vor allem in Süd- und Südostasien aktiv ist – etwa in Singapur, Thailand, Pakistan oder Bangladesch. In Deutschland war Foodpanda nur kurz präsent, bevor das Geschäft 2021 wieder eingestellt und auf andere Marken beziehungsweise Partner verteilt wurde.

Seit 2023/2024 steht Foodpanda erneut im Fokus: Medien wie das Handelsblatt und internationale Tech-Portale berichten über den geplanten Verkauf großer Teile des Foodpanda-Geschäfts in Südostasien an Grab, einen lokalen Super-App-Konzern. Zugleich hat Delivery Hero in anderen Märkten restrukturiert und Foodpanda als Marke neu positioniert.

Für den deutschen Markt ist Foodpanda aktuell nicht verfügbar. Dennoch ist der Fall spannend – denn er zeigt, welche Strategien im ultraharten Liefermarkt funktionieren, und warum sich Konzerne wie Delivery Hero auf bestimmte Regionen fokussieren.

Aspekt Foodpanda (Stand: öffentlich bekannte Infos)
Betreiber Delivery Hero SE (Sitz in Berlin)
Hauptregionen Asien (u. a. Singapur, Thailand, Pakistan, Bangladesch); kein operativer Betrieb in Deutschland
Geschäftsmodell On-Demand-Lieferungen von Restaurants, Quick-Commerce (Lebensmittel & Convenience), Marktplatz plus eigene Logistik
Deutscher Markt Marke 2021 wieder eingestellt, Fokus in Deutschland auf anderen Delivery-Hero-Beteiligungen und Partnern
Aktuelle Schlagzeilen Geplanter (teilweiser) Verkauf von Foodpanda-Südostasien an Grab; Straffung des Portfolios von Delivery Hero
Zahlungsmethoden Regionale E-Wallets, Kreditkarte, lokale Methoden (je nach Land – keine einheitliche Struktur für DACH)
Deutsche Relevanz Vor allem als Börsen- & Strategiethema für Delivery Hero-Aktionäre und als Case-Study für den Liefermarkt

Warum Foodpanda in Deutschland nicht mehr liefert

Der deutsche Liefermarkt ist seit Jahren extrem umkämpft: Lieferando, Wolt, Uber Eats und lokale Player konkurrieren mit hohen Marketingbudgets, Rabatten und dichter Fahrer-Infrastruktur. Foodpanda hatte 2021 versucht, in mehreren deutschen Städten Fuß zu fassen. Nach wenigen Monaten war jedoch Schluss – offiziell, um Ressourcen auf profitablere Märkte zu konzentrieren.

Aus Analysten-Sicht war klar: Deutschland ist kein Wachstumsmarkt mehr, sondern ein Konsolidierungsmarkt. Wer hier mitspielen will, braucht entweder massiven Kapitaleinsatz oder eine extrem spitze Nische. Delivery Hero hat sich gegen einen langen Preiskrieg entschieden und stattdessen Wachstumsmärkte in Asien priorisiert.

Das macht Foodpanda in Asien anders als deutsche Apps

Wer sich Foodpanda in Asien ansieht – etwa über lokale Reviews auf YouTube oder im App Store – erkennt schnell: Die Plattform ist dort deutlich breiter aufgestellt als typische deutsche Essensliefer-Apps.

  • Super-App-Charakter: In vielen Ländern ist Foodpanda nicht nur Restaurantlieferdienst, sondern kombiniert Lebensmittel, Apothekenprodukte, Convenience-Artikel und teilweise Non-Food in einer App.
  • Integrierte Quick-Commerce-Lager: Statt nur Restaurants zu listen, betreibt Foodpanda in einigen Märkten eigene "dark stores" für besonders schnelle Lieferungen.
  • Tiefe Integration lokaler Services: Regionale Zahlungsmittel, lokale Promotion-Partner, Kooperationen mit Supermarktketten.

Genau dieses Modell ist für viele deutsche Nutzer interessant – vor allem in Großstädten, wo Quick-Commerce-Angebote wie Flink, Gorillas (bzw. Getir) oder Wolt Market getestet wurden. Doch statt Foodpanda hat sich ein Flickenteppich aus verschiedenen Marken entwickelt.

Wie relevant ist Foodpanda noch für Nutzer in Deutschland?

Für deinen Alltag in Deutschland gilt: Du kannst Foodpanda hier aktuell nicht nutzen. Weder über eine deutsche App-Variante, noch über einen einfachen VPN-Trick – denn der Dienst ist an lokale Restaurant- und Händlernetze gebunden.

Relevanz hat Foodpanda für deutsche Nutzer vor allem in drei Kontexten:

  • Reisen: Wer geschäftlich oder privat in Ländern wie Singapur, Thailand oder Pakistan unterwegs ist, findet Foodpanda oft als einen der dominierenden Lieferdienste.
  • Investments: Als Teil der Delivery-Hero-Story beeinflussen Foodpanda-Entwicklungen, Verkäufe oder Gewinne indirekt den Kurs der in Frankfurt gelisteten Aktie.
  • Trend-Barometer: Wie sich Foodpanda in Asien entwickelt, zeigt, in welche Richtung sich Liefer-Ökosysteme bewegen – etwa beim Thema Super-App vs. spezialisierte Dienste.

Was sagen Nutzer online? (Stimmungslage aus Social Media & Foren)

Ein Blick in englischsprachige Reddit-Threads, Twitter/X-Posts und YouTube-Kommentare zeigt ein gemischtes Bild: In einigen asiatischen Städten loben Nutzer schnelle Lieferung, große Auswahl und häufige Promo-Codes. Kritisiert werden dagegen unter anderem Servicegebühren, fehlender Support bei Problemen und schwankende Fahrerqualität – Punkte, die deutsche Nutzer auch von hiesigen Apps kennen.

Deutsche Stimmen zu Foodpanda sind selten und meist historisch: Einige erinnern sich an den kurzen Launch hierzulande und vergleichen Foodpanda mit heutigen Playern wie Lieferando oder Wolt. Der Tenor: "War spannend, aber kam zu spät und zu vorsichtig in einen bereits besetzten Markt".

Das sagen die Experten (Fazit)

Branchenmedien und Analysten sind sich weitgehend einig: Foodpanda ist für Delivery Hero strategisch wichtig – aber nicht mehr in Europa. Der geplante Teilverkauf an Grab in Südostasien wird als Schritt gesehen, um Schulden zu reduzieren und profitablere Kernregionen zu stärken. Für deutsche Verbraucher ändert sich kurzfristig nichts: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Foodpanda in absehbarer Zeit nach Deutschland zurückkehrt.

Aus Sicht von Tech- und Business-Experten taugt Foodpanda eher als Lehrstück: Die Marke zeigt, wie brutal der Wettbewerb im Delivery-Segment ist und wie schnell Konzerne Märkte wieder verlassen, wenn die Zahlen nicht stimmen. Während in Asien Super-App-Modelle mit Foodpanda & Co. weiter wachsen, setzt der deutsche Markt eher auf Konsolidierung und Kooperationen zwischen wenigen großen Playern.

Wenn du heute in Deutschland nach der "besten" Liefer-App suchst, bist du mit etablierten Diensten wie Lieferando, Wolt oder Uber Eats auf der sicheren Seite. Foodpanda bleibt hierzulande ein spannender Name – aber mehr als eine Randnotiz in der globalen Strategie von Delivery Hero.

@ ad-hoc-news.de

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