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Food Sequencing: Die neue Wunderwaffe gegen Blutzuckerspitzen?

22.02.2026 - 11:09:12 | boerse-global.de

Studien belegen, dass der Verzehr von Proteinen und Gemüse vor Kohlenhydraten Blutzuckerspitzen deutlich reduzieren kann. Die Methode ist besonders für Risikogruppen wertvoll.

Die Reihenfolge beim Essen entscheidet über den Blutzucker. Diese simple Erkenntnis dominiert derzeit die Gesundheitsdebatten. Ausgelöst durch eine neue ARD-Dokumentation und frische Studiendaten erlebt die Methode des „Food Sequencing“ ihren Durchbruch.

Studie liefert handfeste Beweise

Die Wissenschaft bestätigt den Hype. Eine systematische Übersichtsarbeit im Fachjournal „Clinical Nutrition Research“ zeigt: Wer Proteine und Gemüse vor Kohlenhydraten isst, kann seinen Blutzucker nach dem Essen massiv dämpfen. Die Fläche unter der Blutzuckerkurve sank in den analysierten Studien um bis zu 55 Prozent.

„Das ist eine praktikable Strategie, ohne dass man die Mahlzeit selbst ändern muss“, erklärt Studienautor Seungmin Lee. Die Methode verlangsame die Glukoseaufnahme und sei ein wichtiger Baustein für gesundes Altern. Langlebigkeitsforscherin Dr. Suzanne Ferree unterstützt diese Einschätzung in aktuellen Publikationen.

So trickst man die Verdauung aus

Die Wirkweise ist physiologisch erklärbar. Ballaststoffreiches Gemüse zu Beginn bildet im Darm ein zähes Netz. Dies bremst die Magenentleerung. Proteine und Fette im zweiten Schritt verstärken den Effekt, indem sie Sättigungshormone wie GLP-1 freisetzen.

Erst dann folgen die Kohlenhydrate. Die Glukose trifft auf einen optimal vorbereiteten Verdauungstrakt und geht nur noch tröpfchenweise ins Blut über. Die gefürchteten Blutzuckerspitzen und der darauffolgende Heißhunger bleiben aus.

Zwischen Hype und ärztlicher Vernunft

Den Boden für den Trend bereitete Influencerin Jessie Inchauspé, die „Glucose Goddess“. Doch Ärzte sehen den Hype um permanente Selbstoptimierung kritisch.

„Für Stoffwechselgesunde fehlt die Evidenz, dass einzelne Blutzuckerspitzen schädlich sind“, ordnet Ernährungsmedizinerin Dr. Lia Bally vom Inselspital Bern im SRF-Magazin „Einstein“ ein. Ein intakter Körper reguliere diese Spitzen von selbst. Für Diabetiker oder Menschen mit Vorerkrankungen sei die Methode dagegen sehr wertvoll.

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Hirschhausen erklärt den Zuckerkreislauf

Trotz der Differenzierung bleibt Zucker ein großes Thema. Die ARD-Dokumentation „Hirschhausen und der Kampf gegen den Zucker“ zeigt, wie versteckter Zucker unseren Lebensstil dominiert.

Prominente Gastgeberin ist Anastasia Zampounidis. Die Moderatorin lebt seit zwanzig Jahren zuckerfrei und berichtet von ihrer früheren Sucht mit ständigen Heißhungerattacken. Erst der Verzicht und eine stabile Blutzuckerkurve beendeten diese „hormonelle Achterbahnfahrt“. Die Lösung? Ballaststoffe und Proteine zuerst essen.

So einfach geht‘s im Alltag

Die Umsetzung ist simpel: Man isst die Komponenten einer Mahlzeit nacheinander. Starten Sie mit einem Salat oder gedünstetem Gemüse. Danach folgen Fleisch, Fisch oder Tofu mit gesunden Fetten. Den Abschluss machen Nudeln, Reis oder ein kleines Dessert.

Ein zusätzlicher Tipp: Ein zehnminütiger Spaziergang nach dem Essen hilft den Muskeln, Glukose direkt als Energie zu nutzen und glättet die Blutzuckerkurve weiter.

Ein neues Verständnis vom Essen

Die Entwicklungen deuten auf einen Paradigmenwechsel hin. Der Fokus verschiebt sich von der puren Kalorienmenge hin zu den hormonellen Reaktionen des Körpers.

Start-ups integrieren „Food Sequencing“ bereits in digitale Gesundheits-Apps. Ob gesunde Menschen wirklich Dauer-Messgeräte brauchen, ist umstritten. Doch eines ist klar: Das Bewusstsein, dass das „Wie“ beim Essen genauso wichtig ist wie das „Was“, hat die Mitte der Gesellschaft erreicht.

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