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Fold Holdings Aktie: Kreditlinie, Karte, Kursschwäche

27.05.2026 - 16:53:26 | boerse-global.de

Fold Holdings bringt Bitcoin-Kreditkarte auf den Markt und sichert sich 150 Millionen Dollar Kreditlinie. Der Aktienkurs bleibt trotzdem nahe am Jahrestief.

Fold Holdings Aktie: Kreditlinie, Karte, Kursschwäche - Foto: über boerse-global.de
Fold Holdings Aktie: Kreditlinie, Karte, Kursschwäche - Foto: über boerse-global.de

Fold Holdings hat diese Woche gleich zwei Nachrichten geliefert — eine operative und eine finanzielle. Das Unternehmen startet den Rollout seiner Bitcoin-Kreditkarte und sichert sich gleichzeitig die nötige Refinanzierung. Ob das reicht, um den Aktienkurs aus seinem Tief zu heben, steht auf einem anderen Blatt.

Bitcoin-Kreditkarte kommt in die Hände der Nutzer

Fold hat begonnen, die Fold Bitcoin Credit Card an Nutzer der Warteliste auszurollen. Physische Karten werden bereits verschickt; neue Antragsteller erhalten nach Genehmigung automatisch eine Karte. Das Produkt läuft über das Visa-Netzwerk, wird von Stripe Issuing betrieben und ist bei rund 175 Millionen Visa-Akzeptanzstellen einsetzbar.

Die Karte bietet eine Basiskreditrate von 1,5 Prozent in Bitcoin auf alle Umsätze. Wer zusätzliche Bedingungen erfüllt — etwa regelmäßige Bitcoin-Käufe über die Fold App oder Rechnungszahlung in Bitcoin — kann auf bis zu 4 Prozent kommen. Herausgeber ist Celtic Bank.

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Kreditlinie sichert den Kapitalbedarf

Parallel zum Kartenstart hat Fold eine vierjährige revolvierende Kreditfazilität mit Encina Lender Finance abgeschlossen. Die Fazilität ist durch Kreditkartenforderungen besichert und sieht ein maximales Volumen von bis zu 150 Millionen Dollar vor — allerdings mit einem uncommitted Accordion-Feature, das eine Ausweitung erst bei Bedarf erlaubt.

Die Finanzierung ist keine bloße Vorsichtsmaßnahme. Im ersten Quartal 2026 verfehlte Fold die Erwartungen deutlich: Der Umsatz lag bei 5,59 Millionen Dollar, erwartet wurden gut 10 Millionen. Der Verlust je Aktie betrug 0,59 Dollar statt der prognostizierten 0,13 Dollar. Hinzu kommt eine negative Bruttomarge. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen derzeit die liquiden Mittel — die neue Fazilität verlängert den operativen Spielraum für das Kartenprogramm.

Kurs nahe am Jahrestief

An der Börse spiegelt sich der operative Fortschritt bislang nicht wider. Die Aktie notiert bei rund 1,02 Dollar, knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1,00 Dollar. Binnen eines Jahres hat das Papier rund 78 Prozent verloren. CEO Will Reeves verkaufte in der vergangenen Woche Anteile im Wert von gut 19.000 Dollar — allerdings handelte es sich um pflichtgemäße Steuereinbehalte beim Vesting von Restricted Stock Units, keine diskretionären Verkäufe.

Der nächste Beweis, ob das Kartengeschäft trägt, wird mit den Zahlen für das zweite Quartal 2026 geliefert werden müssen. Die Umsatzziele für das laufende Jahr dürften bis dahin kaum noch Spielraum für weitere Enttäuschungen lassen.

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