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First Solar Aktie: Wells Fargo hebt Ziel auf 320 Dollar

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 04:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de

First Solar profitiert von möglichen US-Zöllen auf Polysilizium. Analysten sehen Kurspotenzial bis 320 Dollar, die Entscheidung fällt im August.

First Solar Aktie: Wells Fargo sieht Kurssprung bis 320 Dollar
First - Abstrakte, atmosphärische Szene, die erneuerbare Energie und Wachstum darstellt, mit sanftem Sonnenlicht, das eine weite Landschaft beleuchtet. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

First Solar setzt ein kräftiges Ausrufezeichen. Die US-Investmentbank Wells Fargo sieht massives Kurspotenzial für den Hersteller von Dünnschichtmodulen. Ein wichtiger Termin im August könnte die Wettbewerbslandschaft nun grundlegend verändern.

Wende in der Handelspolitik

Analyst Praneeth Satish schraubt das Kursziel für First Solar deutlich nach oben. Er erhöht seine Prognose von 255 auf 320 US-Dollar. Die Bank sieht eine asymmetrische Chance durch eine laufende US-Handelsuntersuchung.

Im Fokus steht das Verfahren zum Polysilizium-Import. Eine Entscheidung fällt voraussichtlich Anfang August 2026. Falls die US-Behörden neue Zölle verhängen, dürften die heimischen Solarpreise kräftig steigen.

First Solar profitiert hier besonders stark. Das Unternehmen fertigt weitgehend unabhängig von chinesischen Lieferketten. Das verschafft dem Konzern in einem geschützten Markt enorme Preisvorteile gegenüber der Konkurrenz.

Schub für die gesamte Branche

Die Aktie reagierte am Montag mit einem Plus von knapp sechs Prozent auf rund 238 US-Dollar. Im Kielwasser stiegen auch Wettbewerber wie SolarEdge und Enphase um bis zu acht Prozent.

Dennoch bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn belastet. Bisher steht für das Papier ein Kursminus von gut zwölf Prozent zu Buche. Die Aktie notiert damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 276,50 Euro.

Operativ läuft es hingegen rund. Im Auftaktquartal 2026 erlöste First Solar 1,04 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 347 Millionen Dollar hängen.

Stabile Basis durch Subventionen

Steuergutschriften aus dem Inflation Reduction Act stützen das Geschäft massiv. Zusätzlich setzt das Management auf die neue CuRe-Technologie. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand einen Umsatz zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Dollar an.

Die Wall Street bleibt mehrheitlich optimistisch gestimmt. Von 42 Analysten raten derzeit 25 zum Kauf. Die Experten von Bernstein bilden eine Ausnahme und bleiben skeptisch mit einem Kursziel von 217 Dollar.

Charttechnisch bleibt die Lage vorerst angespannt. Mit 205 Euro notiert das Papier knapp fünf Prozent unter dem 50-Tage-Schnitt von rund 215 Euro. Investoren fixieren nun die finale Entscheidung zu den Polysilizium-Zöllen im August.

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