First Solar Aktie: Auslaufmodell?
25.02.2026 - 15:34:21 | boerse-global.deDer Solarmodulhersteller First Solar hat seine Anleger am Dienstagabend kalt erwischt. Während die Umsatzzahlen für das vierte Quartal 2025 noch überzeugten, sorgt der Ausblick auf 2026 für einen massiven Kursrutsch von rund 15 Prozent. Die Zahlen offenbaren: Der Konzern steckt mitten in einer schwierigen Übergangsphase.
Quartalszahlen täuschen über Probleme hinweg
Im vierten Quartal 2025 steigerte First Solar den Umsatz um 11,3 Prozent auf 1,68 Milliarden Dollar und übertraf damit die Markterwartungen von 1,56 Milliarden Dollar deutlich. Doch der bereinigte Gewinn je Aktie von 4,84 Dollar blieb hinter den Analystenschätzungen von 5,15 Dollar zurück. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die eigentliche Hiobsbotschaft steckt jedoch im Ausblick: Für 2026 rechnet First Solar mit Erlösen zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Dollar. Am Mittelpunkt der Spanne liegt diese Prognose damit etwa 18 Prozent unter den Konsenserwartungen von 6,09 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür sind vor allem Produktionskürzungen in den südostasiatischen Werken.
Strategiewechsel verunsichert die Börse
Zusätzlich änderte das Management die Kennzahl für die Unternehmenssteuerung: Statt des Gewinns je Aktie steht künftig das bereinigte EBITDA im Fokus. Hier peilt First Solar für 2026 eine Spanne von 2,6 bis 2,8 Milliarden Dollar an – deutlich unter den Analystenschätzungen von 3,1 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2025 hatte das Unternehmen noch ein EBITDA von 2,13 Milliarden Dollar erwirtschaftet.
Die Investmentbank Needham hält trotz der enttäuschenden Prognose an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 303 Dollar fest, bezeichnet 2026 aber als Übergangsjahr. Der Grund: First Solar verlagert seine Produktion von Südostasien in die USA – ein Kraftakt, der das Geschäft kurzfristig belastet. Baird dagegen stufte die Aktie am Mittwoch von "Outperform" auf "Neutral" ab und senkte das Kursziel von 264 auf 205 Dollar.
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Regulierung bremst das Geschäft aus
Die Unsicherheit geht über operative Herausforderungen hinaus. First Solar wartet auf Klarheit bei Handelspolitik und Regulierung, insbesondere bei Section 232 und den Bestimmungen zu ausländischem Eigentum an Energieanlagen (FEOC). Solange diese Fragen ungeklärt bleiben, zögert das Unternehmen mit neuen Auftragsbuchungen – trotz eines starken Auftragsbestands.
Analysten rechnen damit, dass die Aktie kurzfristig weiter unter Druck bleibt. Die Kombination aus schwacher Prognose, strategischem Umbruch und regulatorischer Ungewissheit dürfte die Kursentwicklung noch eine Weile belasten.
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