First Phosphate Aktie: 94 Prozent seit Jahresbeginn
27.05.2026 - 11:10:00 | boerse-global.deEin kanadisches Mineralunternehmen legt neue Zahlen für sein Flaggschiff-Projekt vor. Die Botschaft: First Phosphate will eine Schlüsselrolle in der nordamerikanischen LFP-Batterie-Lieferkette spielen.
Das Unternehmen veröffentlichte eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung für sein Bégin-Lamarche-Projekt in Québec. Die Schätzung basiert auf Bohrergebnissen aus den Jahren 2025 und 2026. Metallurgische Tests ergaben einen erwarteten Apatit-Konzentratgehalt von 40,4 Prozent P2O5 bei einer Ausbeute von 88 Prozent.
Das Konzentrat eignet sich laut Unternehmensangaben für die Produktion von batteriefähiger Phosphorsäure. Die Umwandlungsrate liegt bei 91,1 Prozent. First Phosphate betont, dass sein hochreines Phosphat nur sehr geringe Anteile schädlicher Elemente enthält. Damit sei es ideal für die Herstellung von LFP-Batterien.
Das Unternehmen hat bereits kommerzielle LFP-18650-Batteriezellen produziert. Diese nutzen ausschließlich nordamerikanische Rohstoffe – darunter die Phosphorsäure und Eisenpulver aus dem Bégin-Lamarche-Gestein.
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Strategische Bedeutung wächst
Phosphat gilt als kritisches Mineral – unter anderem in Kanada, den USA, der EU und Südkorea. First Phosphate verfolgt einen vertikal integrierten Ansatz: vom Bergbau über die Phosphorsäure-Produktion bis zur Batterieherstellung. Eine Phosphorsäure-Anlage ist im Hafen von Saguenay geplant.
LFP-Batterien machen inzwischen mehr als die Hälfte der weltweiten EV-Batterieproduktion aus. Hersteller wie Tesla und Ford setzen auf diese Technologie. Auch für Energiespeicher, KI-Rechenzentren, Robotik und Verteidigung gewinnen LFP-Batterien an Bedeutung.
Die Aktie notierte am Mittwoch bei 1,27 Euro – praktisch unverändert zum Vortag. Seit Jahresbeginn legte der Kurs jedoch um 94 Prozent zu. In den vergangenen 30 Tagen betrug das Plus 58 Prozent. Das 52-Wochen-Tief von 0,42 Euro liegt damit weit zurück.
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CEO John Passalacqua zeigte sich zufrieden mit den Bohrergebnissen. Sie gäben dem Team Vertrauen in die Ressourcenbasis für die weitere Projektentwicklung. Das Ziel: eine Machbarkeitsstudie bis Dezember 2026. Das Bégin-Lamarche-Gelände liegt rund 70 Kilometer vom Tiefseehafen Port Saguenay entfernt – mit vorhandener Infrastruktur und Fachkräften in der Region.
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