First Majestic Silver Aktie: 1,13 Milliarden Dollar Kasse
20.06.2026 - 06:33:51 | boerse-global.de
First Majestic Silver durchlebt eine Phase der Konsolidierung. Das Silberbergbauunternehmen verfügt über eine Rekordkasse von rund 1,13 Milliarden Dollar – und verzeichnet dennoch Kursverluste. Am Freitag schloss die Aktie bei 15,49 Euro, ein Minus von 1,40 Prozent.
Der Widerspruch ist auffällig: Finanzstärke trifft auf Börsenschwäche.
Silberpreis unter Druck
Der Silbermarkt schwankte in den vergangenen Tagen heftig. Nach Höchstständen nahe 69,85 Dollar je Feinunze am Donnerstag fiel der Preis auf rund 64 bis 65 Dollar zurück. Auslöser waren unter anderem eine Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die Inflationssorgen dämpfte, sowie neue Signale der US-Notenbank.
First Majestic spürt die Bewegung direkt. Die Aktie verlor auf Monatssicht knapp zehn Prozent. Auf Jahressicht steht dagegen ein Plus von 115 Prozent – der Höhenflug ist vorerst ausgebremst.
Rekordkasse und grünes Licht von Aktionären
Operativ läuft es für das Unternehmen dagegen rund. Im ersten Quartal verbuchte First Majestic das höchste Treasury der Firmengeschichte. Grund sind gestiegene Silber- und Goldpreise bei gleichzeitig besserer operativer Effizienz.
Auch die Hauptversammlung vom 10. Juni brachte klare Ergebnisse. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten zu: sechs statt bisher mehr Direktoren, Wiederwahl der Kandidaten, Wiederbestellung von Deloitte als Wirtschaftsprüfer. Die Quartalsdividende bleibt bestehen.
Technisch angeschlagen
Die Kursentwicklung erzählt eine andere Geschichte. Der Schlusskurs von 15,49 Euro liegt 2,2 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 15,84 Euro und rund zehn Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 17,14 Euro. Der RSI von 44,1 signalisiert zwar keine Überverkaufssituation, aber eine deutliche Abkühlung. Vom März-Hoch bei 28,79 Euro trennt der Kurs inzwischen fast 46 Prozent.
Operativ richtet sich der Blick auf die Wiederinbetriebnahme der Jerritt-Canyon-Goldmine in Nevada. First Majestic peilt die Aufnahme der Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2027 an. Parallel dazu laufen erweiterte Explorationsprogramme in Mexiko, um von der steigenden Industrie- und Investmentnachfrage nach Silber zu profitieren.
Die hohe 30-Tage-Volatilität von über 75 Prozent zeigt: Die Aktie bleibt rau. Die Frage ist, ob das solide Fundament ausreicht, um die nächste Stabilisierung zu tragen – oder ob der Markt weiter abwartet.
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