First Aktie: Rekordquartal in Puerto Rico
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 13:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Gewinnsprung von 24 Prozent, eine Eigenkapitalrendite von 2,02 Prozent und das bereits im 18. Quartal in Folge über der 1,5-Prozent-Marke — First BanCorp legt Zahlen vor, die selbst über dem eigenen hohen Anspruch liegen. Die Muttergesellschaft der FirstBank Puerto Rico meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von 96,1 Millionen Dollar, nach 88,8 Millionen Dollar im Vorquartal.
Der Gewinn je verwässerter Aktie stieg auf 0,62 Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 0,54 Dollar deutlich. Auch beim Umsatz lag die Bank mit 264,86 Millionen Dollar knapp über der Konsensprognose von 264,13 Millionen Dollar. Vorbörslich zog die Aktie im Anschluss um gut 1 Prozent an.
Kreditwachstum treibt die Zahlen
Der Motor hinter dem starken Quartal war das Kreditgeschäft. Die Kreditvergabe erreichte 1,7 Milliarden Dollar an Neuabschlüssen, ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr — angetrieben vor allem durch das Firmenkundengeschäft in Puerto Rico. Der Gesamtbestand an Krediten wuchs von 12,88 Milliarden Dollar zum Jahresende 2025 auf 13,26 Milliarden Dollar.
Der Nettozinsertrag kletterte auf 229,1 Millionen Dollar, die Nettozinsmarge weitete sich von 4,56 Prozent auf 4,87 Prozent aus. Parallel dazu verbesserte sich die Kreditqualität: Die annualisierten Netto-Abschreibungen sanken auf 0,49 Prozent der durchschnittlichen Kredite, notleidende Aktiva blieben mit 0,59 Prozent der Bilanzsumme nahe historischer Tiefstände.
CEO Aurelio Alemán bezeichnete das Ergebnis als eine der stärksten und konsistentesten Phasen in der Firmengeschichte. Die Risikovorsorge für Kreditverluste fiel derweil auf 17,3 Millionen Dollar, nach 20,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal — ein weiteres Signal für die solide Bonität im Kreditbuch.
Kapitalrückführung bleibt hoch
First BanCorp schüttete im Quartal 84 Prozent der Gewinne über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner aus, bei einer harten Kernkapitalquote von 16,96 Prozent — ein Wert, der die Bank im Spitzenfeld der Branche positioniert. Der Vorstand hat bereits eine Quartalsdividende von 0,20 Dollar pro Aktie beschlossen, zahlbar am 11. September 2026 an Aktionäre, die am 27. August 2026 im Bestand geführt sind.
Für das zweite Halbjahr rechnet das Management mit einer Fortsetzung des Kreditwachstums, gestützt auf eine gut gefüllte Pipeline an Geschäftsmöglichkeiten. Gleichzeitig beobachtet die Bank saisonale Zahlungsausfälle und die allgemeine Konsumentwicklung genau — ein Vorbehalt, der angesichts der aktuellen Kennzahlen eher als Vorsicht denn als Warnsignal zu lesen ist.
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