Firewall-Lücken öffnen Cyberkriminellen Tür und Tor im Handel
24.02.2026 - 21:01:08 | boerse-global.deSchwachstellen in Firewalls sind das Einfallstor für 90 Prozent aller Ransomware-Angriffe auf den Einzelhandel. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Sicherheitsvorfällen aus dem Jahr 2025. Angreifer nutzen vor allem ungepatchte Software oder kompromittierte Konten, um die zentrale Sicherheitsbarriere zu umgehen. Für den stark digitalisierten Handel sind die Folgen verheerend: Betriebsunterbrechungen, Millionenschäden und ein massiver Vertrauensverlust bei den Kunden.
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Drei Stunden bis zur Katastrophe
Die Geschwindigkeit der Attacken ist alarmierend. Der schnellste dokumentierte Vorfall schaffte es vom ersten Eindringen bis zur vollständigen Verschlüsselung der Daten in nur drei Stunden. Dieses extrem kurze Zeitfenster macht eine Entdeckung und Reaktion fast unmöglich und setzt IT-Teams unter enormen Druck. Die Täter missbrauchen dabei häufig legitime IT-Tools und Fernwartungssoftware, um sich in den Netzwerken zu bewegen. Ihre Aktivitäten sind dann kaum von normalen Vorgängen zu unterscheiden.
Die Analyse unterstreicht eine dringende Notwendigkeit: Händler müssen von einer reaktiven zu einer proaktiven Sicherheitsstrategie wechseln. Im Fokus stehen das Härten der Perimeter-Abwehr und eine kontinuierliche Überwachung auf verdächtige Aktivitäten.
Der Handel: Ein lukratives und verwundbares Ziel
Die zunehmende Digitalisierung des Handels schafft eine riesige Angriffsfläche. E-Commerce-Plattformen, vernetzte Kassensysteme (POS) und Kundendatenbanken sind begehrte Ziele für finanziell motivierte Cyberkriminelle. Die durchschnittlichen Kosten eines Datendiebstahls im Einzelhandel lagen 2025 bei rund 3,3 Millionen Euro.
Zu den gängigen Methoden gehören ausgeklügelte Phishing-Kampagnen gegen Mitarbeiter, Malware für Kassensysteme und sogenanntes Credential Stuffing, bei dem gestohlene Passwörter für Kundenkonten verwendet werden. Laut der Analyse hatte fast jede zweite Sicherheitsverletzung (44 %) eine Ransomware-Komponente. Die Botschaft ist klar: Eine einzige Schwachstelle im digitalen Ökosystem kann zum systemweiten Zusammenbruch führen.
Die gefährliche Schwachstelle in der Lieferkette
Eine wachsende Bedrohung kommt von außen: den Partnern in der Lieferkette. Bei 66 Prozent der analysierten Vorfälle spielten Sicherheitslücken bei Drittanbietern eine Rolle – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (45 %). Dieser Dominoeffekt bedeutet, dass auch Händler mit guter eigener Sicherheit durch einen weniger abgesicherten Partner, wie einen Software-Anbieter, kompromittiert werden können.
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Diese Vernetzung ist zwar Grundlage für personalisiertes Marketing und effiziente Logistik, schafft aber auch viele Einfallstore. Große Angriffe im Jahr 2025 zeigten, wie Täter über Schwachstellen in Drittanbieter-Software gleich mehrere große Handelsunternehmen treffen können. Umfassendes Risikomanagement für Lieferanten ist damit kein Nice-to-have, sondern essenziell.
Warum der Handel so stark im Visier steht
Die Motivation der Angreifer ist simpel: Ausfallzeiten sind für Händler extrem teuer. Wenn Transaktionen, das Warenwirtschaftssystem oder der Online-Shop stillstehen, entsteht sofortiger Umsatzverlust. Dieser Druck führt oft zur Zahlung von Lösegeldern. 2025 zahlten 58 Prozent der betroffenen Händler, eine der höchsten Raten seit fünf Jahren.
Gleichzeitig heizt Künstliche Intelligenz das Wettrüsten an. Angreifer nutzen KI, um täuschend echte Phishing-Mails zu generieren und Attacken zu automatisieren. Die Folgen gehen weit über Finanzielles hinaus: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass über ein Drittel der Verbraucher im letzten Jahr direkt von Cyberkriminalität im Handel betroffen war. 44 Prozent gaben an, dass solche Vorfälle ihr Vertrauen in eine Marke nachhaltig erschüttern.
So müssen Händler ihre digitale Fassade sichern
Angesichts dieser Bedrohungslage betonen Experten die Rückkehr zu grundlegender Sicherheit hygiene. Die Erkenntnisse zu den Firewall-Lücken zeigen, wie wichtig zeitnahe Updates und strenge Zugangskontrollen sind. Eine häufig entdeckte Schwachstelle war ein veralteter Verschlüsselungsalgorithmus – ein Indiz für anhaltende Probleme in alten Systemen.
Zukünftig müssen Händler in fortschrittliche Lösungen wie Managed Detection and Response (MDR) investieren. Ein entscheidendes Warnsignal für einen bevorstehenden Ransomware-Angriff ist die seitliche Bewegung im Netzwerk. In 96 Prozent der Fälle, in denen dies beobachtet wurde, folgte am Ende Ransomware. Entscheidend ist auch ein kultureller Wandel: Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter und die Erkenntnis, dass Kundenvertrauen zu einem zentralen Sicherheitskriterium geworden ist. Kunden bleiben Studien zufolge loyaler bei Marken, die bei Vorfällen schnell und transparent reagieren.
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