Finanzministerium, Brutto-Netto-Rechner

Finanzministerium startet neuen Brutto-Netto-Rechner für 2026

03.01.2026 - 15:32:12

Das Finanzministerium stellt einen aktualisierten Brutto-Netto-Rechner für 2026 bereit. Er zeigt die Auswirkungen der angepassten Steuertarife und der deutlichen Erhöhung des Pendlereuros auf das Nettoeinkommen.

Das Finanzministerium hat seinen aktualisierten Brutto-Netto-Rechner für das Steuerjahr 2026 freigeschaltet. Das Online-Tool zeigt die konkreten Auswirkungen der jüngsten Steuerreformen auf das Nettoeinkommen. Im Fokus stehen die vollständige Abgeltung der kalten Progression und eine deutliche Erhöhung des Pendlereuros.

Finanzminister Markus Marterbauer bezeichnete das Tool als zentrales Instrument für Transparenz. Es solle Bürgern unmittelbar vor Augen führen, wie sich gesetzliche Entlastungsmaßnahmen im eigenen Portemonnaie bemerkbar machen.

So funktioniert der neue Steuerrechner

Nutzer können ihr Brutto- oder Wunschnettoeinkommen eingeben und erhalten eine detaillierte Aufschlüsselung aller Abgaben für 2026. Kern des Updates ist die Integration der valorisierten Tarifstufen.

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  • Die Grenzwerte der Lohnsteuertabelle und wesentliche Absetzbeträge wurden um 1,73 Prozent angehoben.
  • Dieser Wert entspricht der für die automatische Anpassung herangezogenen Inflationsrate.
  • Damit wird verhindert, dass inflationsausgleichende Lohnerhöhungen zu einer überproportionalen Steuerbelastung führen – die sogenannte kalte Progression.

Das Tool berücksichtigt automatisch die neuen Sozialversicherungswerte und komplexe Feinjustierungen bei Absetzbeträgen. So liefert es eine verlässliche Prognose für das Gehalt Ende Januar.

Pendlereuro springt auf sechs Euro

Die markanteste Neuerung ist die drastische Anhebung der Pendlerförderung. Der sogenannte Pendlereuro steigt von bisher zwei auf nunmehr sechs Euro pro Kilometer der einfachen Jahresfahrtstrecke.

Was bedeutet das konkret? Ein Arbeitnehmer mit 35 Kilometern einfacher Strecke profitiert von einer zusätzlichen steuerlichen Entlastung von 140 Euro pro Jahr. Im Rechner muss nur die Pendelstrecke angegeben werden, um den kombinierten Effekt aus erhöhtem Pendlereuro und neuer Tarifstruktur zu sehen.

Breite Wirkung durch angepasste Steuertarife

Die Anhebung der Tarifgrenzen um 1,73 Prozent entfaltet in der Masse eine breite Wirkung. Mehr Einkommen verbleibt in den niedrigeren Progressionsstufen, der Spitzensteuersatz greift später.

Auch Pensionisten profitieren: Der Pensionistenabsetzbetrag wurde analog erhöht. So soll sichergestellt werden, dass die angepassten gesetzlichen Pensionen nicht direkt wieder an den Fiskus fließen, sondern netto bei den Ruheständlern ankommen.

Entlastung stützt private Kaufkraft

Wirtschaftsanalysten bewerten die automatische Inflationsanpassung der Steuertarife positiv. Sie gilt als wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Binnennachfrage und Stützung des privaten Konsums.

Die Erhöhung des Pendlereuros wird indes ambivalent gesehen. Während Arbeitnehmervertreter die Entlastung begrüßen, mahnen Umweltökonomen mögliche Zielkonflikte mit der Verkehrswende an.

Im europäischen Vergleich zeigt sich ein Trend: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland wird die steuerliche Belastung der Arbeit angesichts von Fachkräftemangel und demografischem Wandel gesenkt.

Das können Steuerzahler jetzt tun

Mit dem Rechner können Arbeitnehmer ihre voraussichtlichen Einkünfte für 2026 prüfen. Das ist besonders für Gehaltsverhandlungen oder die Evaluation von Teilzeitmodellen nützlich. Personalabteilungen müssen derweil die Lohnverrechnungssysteme auf die neuen Parameter umstellen.

Die ersten realen Auswirkungen sehen Beschäftigte Ende Januar auf ihrem Gehaltszettel. Bis dahin bietet der Online-Rechner die verlässlichste Vorschau.

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