Finanzministerium, Schließungsliste

Finanzministerium dementiert Schließungsliste für Ämter

31.01.2026 - 10:00:11

Das Finanzministerium weist Berichte über eine umfassende Streichliste von Finanzamtsstandorten zurück. Es handele sich um einen laufenden Effizienzprozess, betonte ein Sprecher am Wochenende. Ziel sei keine Schließungswelle, sondern eine optimierte Schwerpunktsetzung.

In den vergangenen Tagen hatten regionale Medien über konkrete Pläne zur Reduzierung von Dienststellen berichtet, besonders in Oberösterreich. Das sorgte für Verunsicherung bei Belegschaften und Lokalpolitik. Das Ministerium stellte klar, dass derzeit keine Liste für Schließungen existiere.

Doch Kritiker und Personalvertreter befürchten eine schleichende Zentralisierung. Unter dem Deckmantel der Effizienz könnten langfristig Arbeitsplätze aus ländlichen Regionen in Ballungszentren verlagert werden.

Anzeige

Personalabbau und Versetzungen bei Finanzämtern belasten Beschäftigte und Personalräte. Wenn Behördenstandorte zusammengelegt werden, braucht es rechtssichere Dienstvereinbarungen und klare Verhandlungsstrategien. Das kostenlose E‑Book liefert fertig einsetzbare Muster‑Dienstvereinbarungen, Checklisten für Interessenausgleich und Formulierungshilfen speziell für den öffentlichen Dienst – ideal, um Versetzungen und Übergangsregelungen rechtssicher zu gestalten. Schnell anwendbare Vorlagen sparen Zeit bei Verhandlungen und helfen, soziale Standards zu bewahren. Gratis-Dienstvereinbarung herunterladen

Der Plan: Von 32 auf 22 Dienststellen

Hinter den Kulissen arbeitet die Verwaltung an einer Modernisierung, die bis 2027 abgeschlossen sein soll. Internen Berichten zufolge sieht der Plan eine signifikante Verringerung der operativen Einheiten vor:
* Reduktion von derzeit 32 auf künftig 22 Finanzamtsdienststellen.
* Zusammenlegung benachbarter Ämter zu größeren Verwaltungseinheiten.

Ein konkretes Beispiel ist in Oberösterreich geplant: Die Ämter Braunau-Ried-Schärding und Gmunden-Vöcklabruck sollen zu einer neuen „Dienststelle Mitte I“ fusionieren. Experten sehen darin eine Folge der Digitalisierung. Da immer mehr über FinanzOnline abgewickelt wird, sinkt der Bedarf an physischen Stellen in jedem Bezirk.

Freistadt: Personal zieht nach Linz

Die Diskrepanz zwischen behördlicher Sprache und lokaler Realität zeigt sich in Freistadt. Dort wurden Mitarbeiter über gravierende Änderungen informiert:
* Rund 47 Bedienstete sollen ihren Arbeitsplatz verlieren – durch Versetzung, nicht Kündigung.
* Neuer Dienstort ist der Terminal Tower in Linz.
* Die Übersiedlung soll bis 2027 abgeschlossen sein.

Druck durch angespannte Haushalte

Der Effizienzprozess findet vor dem Hintergrund angespannter öffentlicher Haushalte statt. Die Regierung muss das Budgetdefizit kontrollieren. Die Zusammenlegung von Ämtern ist ein klassisches Instrument, um Synergien zu heben und Kosten zu senken.

Das Ministerium spricht von „Schwerpunktsetzungen“. Das deutet darauf hin, dass bestimmte Standorte künftig auf spezielle Themen wie Betrugsbekämpfung oder Großbetriebsprüfung spezialisiert werden könnten.

Was kommt auf die Beamten zu?

Die Ankündigungen haben bei den Personalvertretungen für Unruhe gesorgt. Die Gewerkschaft fordert Transparenz und Garantien für die Beschäftigten. Das Dementi einer Schließungsliste wird als vorläufige Beruhigung, nicht als Entwarnung gewertet.

Für Steuerzahler ändert sich kurzfristig wenig, da der Kontakt ohnehin primär digital läuft. Langfristig verspricht sich der Bund durch größere Einheiten schnellere Bearbeitung und höhere Qualität bei Spezialfällen. Bis 2027 wird die Karte der Finanzverwaltung neu gezeichnet – auch wenn der Radiergummi offiziell noch nicht angesetzt wurde.

Anzeige

PS: Viele Personalräte übersehen entscheidende Klauseln bei Neuorganisationen – und verlieren dadurch Verhandlungsstärke. Dieser Gratis-Download erklärt die häufigsten Fehler, liefert eine Muster‑Dienstvereinbarung samt Kommentierung für Versetzungen, Interessenausgleich und Übergangsregelungen und gibt konkrete Praxistipps für Verhandlungen mit der Verwaltung. Perfekt für Betriebsräte und Personalvertretungen, die Arbeitsplatzschutz und faire Übergangsbedingungen durchsetzen wollen. Jetzt Muster-Dienstvereinbarung sichern

@ boerse-global.de