Finanzamt-SMS-Betrug: Opfer verliert sechsstellige Summe
17.02.2026 - 09:01:12Eine neue Welle von SMS-Betrug im Namen des Finanzamts verursacht massive Schäden. Das Landeskriminalamt warnt dringend vor der als Smishing bekannten Methode. In einem schweren Fall verlor ein Mann aus Oberösterreich am Wochenende eine sechsstellige Summe.
So läuft der „Finlink“-Betrug ab
Die Täter schicken eine SMS, die scheinbar vom Finanzamt oder FinanzOnline kommt. Ein Vorwand wie der angebliche Ablauf der „FinanzOnline-ID“ soll Empfänger dazu bringen, einen Link zu klicken. Dieser führt auf eine täuschend echte, gefälschte Website zur Eingabe der Bankdaten.
Im aktuellen Fall aus Oberösterreich riefen die Betrüger den 58-jährigen Geschädigten danach sogar an. Sie gaben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupteten, sein Konto sei gehackt. Über Stunden manipulierten sie ihn zu mehreren Überweisungen. Ein Komplize holte seine Bankomatkarte persönlich ab und hob Bargeld ab.
Behörden warnen: So kommuniziert das Finanzamt wirklich
Sowohl das österreichische Bundesministerium für Finanzen als auch deutsche Finanzbehörden stellen klar:
* Finanzämter fordern niemals per SMS, WhatsApp oder ungesicherter E-Mail zu Zahlungen auf.
* Sie fragen nie sensible Bankdaten auf diesen Wegen ab.
* Echte Bescheide kommen per Post oder über gesicherte Online-Postfächer wie die FinanzOnline Databox.
Die eindeutige Empfehlung lautet: Links in solchen Nachrichten nicht anklicken, Anhänge nicht öffnen. Die SMS sofort löschen und die Absendernummer blockieren.
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Diese Alarmzeichen sollten Sie kennen
Die Betrugs-SMS werden zwar professioneller, aber typische Merkmale bleiben:
* Unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“)
* Druckaufbau mit kurzen Fristen oder Drohungen (Kontopfändung, Gerichtsvollzieher)
* Unseriöse Absenderadresse, die nicht zur offiziellen Behörden-Domain passt
* Oft noch Rechtschreibfehler
Bei jedem Zweifel: Brechen Sie die Kommunikation ab. Rufen Sie Ihr Finanzamt über die offizielle, selbst recherchierte Telefonnummer an, um den Sachverhalt zu prüfen.
Warum Smishing so gefährlich ist
Die Betrüger nutzen gezielt das Vertrauen in staatliche Institutionen aus. Fast jeder besitzt ein Smartphone, SMS wirken direkt und vertrauenswürdig. Die gefälschten Websites sind oft täuschend echt, die psychologische Manipulation am Telefon ausgeklügelt.
Die Täter passen ihre Maschen ständig an und beziehen sich auf aktuelle Themen – wie die Steuererklärungsfrist – um glaubwürdiger zu wirken. Für Sicherheitsbehörden ist klar: Die Zahl der Angriffe wird weiter steigen.
Die wichtigste Verteidigung bleibt ein gesundes Misstrauen. Handeln Sie nie unter Druck einer unaufgeforderten Nachricht. Melden Sie jeden Betrugsversuch bei der Polizei.
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