Finanz-Apps, Sicherheitsregeln

Finanz-Apps 2026: Neue Sicherheitsregeln schalten Hacker aus

03.01.2026 - 02:09:12

Bezahl-Apps müssen ab sofort Angriffe proaktiv erkennen und abwehren. Das fordern Branchenverbände und Sicherheitsanalysten zum Jahresauftakt 2026. Hintergrund sind verschärfte EU-Regeln und neue PCI-Sicherheitsstandards. Die Ära passiver Sicherheit ist damit vorbei.

Die technisch wirkungsvollste Neuerung betrifft die Kommunikation zwischen App und Bank. Einfache “Bearer Tokens” für Hochrisiko-Transaktionen sind Geschichte. Stattdessen wird der FAPI 2.0 Standard (Financial-grade API) verbindlich.

Sein Kern: Sender-Constrained Tokens. Diese werden kryptografisch an das Smartphone des Nutzers gebunden. Ein abgefangener Token ist für Hacker damit wertlos – ihnen fehlt der private Schlüssel des Geräts. Token-Diebstahl und Session-Hijacking verlieren so dramatisch an Erfolgsaussichten.

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Client-Side Security: Null Toleranz für unsichere Skripte

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherheit direkt in der App oder im Browser. Die vollständig in Kraft getretenen PCI DSS 4.0.1-Anforderungen dulden keine unsicheren Skripte mehr.

Die Bedrohung durch “Magecart”-Angriffe hat zu einer strikten “Allowlist”-Politik geführt. Jede externe Komponente – ob Chatbot, Analysetool oder Werbung – muss explizit autorisiert und überwacht werden. Apps ohne diese Echtzeit-Integritätsprüfungen riskieren, als “non-compliant” eingestuft und vom Zahlungsverkehr ausgeschlossen zu werden.

KI-Transparenz: Blackbox-Modelle sind verboten

Mit dem Wirksamwerden des EU AI Act für Hochrisiko-Systeme rückt auch Künstliche Intelligenz in den Fokus. Finanzdienstleister müssen nun nachweisen, wie ihre Algorithmen zu Entscheidungen bei Betrugserkennung oder Kreditprüfung kommen.

“Black Box”-Modelle sind damit faktisch untersagt. Erforderlich ist eine lückenlose Dokumentation. Experten sehen darin auch ein Sicherheitsfeature: Systematische Manipulationen der KI durch Kriminelle sollen so schneller erkannt werden.

Warum jetzt? Der Druck der Echtzeit-Überweisung

Die Verschärfung kommt nicht aus dem Nichts. Die EU-Echtzeitüberweisungs-Verordnung macht Überweisungen in Sekunden zum Normalfall. Für manuelle Prüfungen im Nachhinein bleibt keine Zeit – die Sicherheit muss in der Transaktion selbst sitzen.

Zusätzlich erhöht der neue Dienst Verification of Payee (VoP) den Druck. Apps müssen Empfängerdaten europaweit in Echtzeit abgleichen, bevor der Nutzer sendet. Das erfordert hochsichere, aber offene API-Schnittstellen zwischen allen europäischen Banken.

Nächstes Großprojekt: Quantenresistente Verschlüsselung

Während die Branche mit FAPI 2.0 beschäftigt ist, blicken Architekten schon voraus. Das große Thema der zweiten Jahreshälfte 2026 heißt Post-Quantum Cryptography (PQC).

Hacker greifen bereits heute Daten ab, um sie später mit leistungsstarken Quantencomputern zu knacken. Experten empfehlen daher jetzt den Einstieg in hybride Verschlüsselung. Erste Payment-Apps sollen noch dieses Jahr Updates erhalten, die klassische und quantenresistente Algorithmen kombinieren – für mehr Sicherheit im Hintergrund, ohne spürbare Änderung für den Nutzer.

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