Fertiggerichte, Wahl

Fertiggerichte: So erkennen Sie die gesunde Wahl

18.01.2026 - 00:04:12

Verbraucher fordern weniger Salz und Zusatzstoffe, worauf Hersteller mit Clean-Label-Produkten und pflanzenbasierten Alternativen reagieren. Experten geben Tipps für die Auswahl im Supermarkt.

Fertiggerichte werden gesünder. Der Markt reagiert auf kritische Verbraucher, die weniger Salz, Zucker und Zusatzstoffe fordern. Immer mehr Hersteller setzen auf hochwertige Zutaten und transparente Kennzeichnungen. Doch wie findet man im Supermarkt-Dschungel wirklich die bessere Tiefkühlpizza oder das ausgewogene Mikrowellen-Menü?

Zutatenliste: Der erste und wichtigste Check

Experten sind sich einig: Der Blick auf die Rückseite der Verpackung entscheidet. Eine kurze, verständliche Liste spricht für ein weniger stark verarbeitetes Produkt. Idealerweise stehen Gemüse, Vollkornprodukte oder mageres Protein ganz oben.

Vorsicht ist geboten, wenn diese Inhaltsstoffe weit vorne stehen:
* Zucker (auch in Form von Glukose-Sirup oder Maltodextrin)
* Salz
* Ungesunde Fette wie Palmfett
* Eine lange Reihe von E-Nummern für Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel

Bio-Produkte bieten hier oft Vorteile, da der Einsatz künstlicher Zusatzstoffe strenger reguliert ist.

Die Nährwerttabelle richtig lesen

Die gesetzlich vorgeschriebene Tabelle liefert die Fakten – wenn man sie zu deuten weiß. Verbraucherschützer raten, besonders auf drei Werte pro 100 Gramm zu achten: Zucker, Salz und gesättigte Fettsäuren.

Ein häufiger Trick der Hersteller sind unrealistisch kleine Portionsangaben, um die Nährwerte besser aussehen zu lassen. Rechnen Sie die Werte daher immer auf Ihre tatsächlich verzehrte Menge hoch. Ein Fertiggericht kann leicht mehr als die Hälfte der empfohlenen Tageshöchstmenge von sechs Gramm Salz enthalten.

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Neue Trends: Pflanzenpower und Clean Label

Der Markt wird vielfältiger und reagiert auf neue Ernährungsgewohnheiten. Der große Trend für 2026 bleibt der Flexitarismus – also der bewusste, reduzierte Konsum von Fleisch.

Diese Entwicklungen prägen das Regal:
* Pflanzenbasierte Alternativen mit innovativen Proteinquellen
* Clean-Label-Produkte, die auf künstliche Zusatzstoffe verzichten
* Functional Food mit zugesetzten Vitaminen oder Probiotika
* Tiefkühlkost, bei der Schockfrosten Nährstoffe erhält und Konservierungsstoffe überflüssig macht

Einfache Tricks für mehr Gesundheit

Selbst ein Fertiggericht lässt sich mit minimalem Aufwand aufwerten. Der einfachste Trick: Frische ergänzen. Ein paar Tomaten, eine Handvoll Rucola oder frische Kräuter boosten den Vitamin- und Ballaststoffgehalt sofort.

Ein weiterer wichtiger Hinweis betrifft die Zubereitung. Erhitzen Sie die Mahlzeit nicht in der mitgelieferten Kunststoffschale, es sei denn, sie ist explizit dafür gekennzeichnet. Das Umfüllen in hitzebeständiges Geschirr ist die sicherere Methode, um zu verhindern, dass unerwünschte Stoffe in das Essen übergehen.

Für regelmäßige Genießer lohnt sich das Vorkochen und Einfrieren eigener Gerichte. So haben Sie jederzeit eine gesunde, zusatzstofffreie Alternative zur Hand.

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