Ferrexpo: UAH 4,73 Mrd. Insolvenzantrag gegen Poltava
03.05.2026 - 04:10:03 | boerse-global.deFerrexpo kämpft an zwei Fronten ums Überleben. In London ist der Handel der Aktie seit Freitag komplett ausgesetzt. In der Ukraine droht der wichtigsten operativen Tochtergesellschaft ein Insolvenzverfahren. Die Krise des Eisenerzproduzenten eskaliert auf mehreren Ebenen.
Fehlendes Kapital blockiert Bilanz
Der Stopp an der Londoner Börse trat am 1. Mai in Kraft. Auslöser ist die fehlende testierte Jahresbilanz für 2025. Ferrexpo kann die Zahlen nicht vorlegen, weil dem Konzern schlicht die Liquidität ausgeht.
Ende März beliefen sich die verfügbaren Barmittel auf lediglich rund 22 Millionen US-Dollar. Eine geplante Kapitalerhöhung über 100 Millionen US-Dollar lässt weiter auf sich warten. Ohne diese frischen Mittel kann das Management weder den laufenden Betrieb langfristig sichern noch den Prüfprozess der Wirtschaftsprüfer abschließen.
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Millionenklage gegen Kernsparte
Parallel dazu verschärft sich die juristische Lage in der Ukraine. Das Wirtschaftsgericht in Poltawa hat den Antrag der Finanzgesellschaft Maxi Capital Group auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen Ferrexpo Poltava Mining (FPM) angenommen. FPM bündelt die größten Vermögenswerte des Konzerns und betreibt die zentralen Pelletieranlagen.
Hintergrund ist eine Forderung von 4,73 Milliarden Hrywnja, umgerechnet etwa 114 Millionen US-Dollar. Es geht um umstrittene Bürgschaftsverträge. Ferrexpo weist die Ansprüche als haltlos zurück und hat den Obersten Gerichtshof der Ukraine angerufen. Das lokale Gericht treibt den Prozess indes weiter voran.
Eingeschränkter Betrieb und Ausblick
Trotz der finanziellen Schieflage produziert Ferrexpo weiterhin auf niedrigem Niveau. Zwei der vier Pelletierlinien sind in Betrieb. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur erzwingen immer wieder Unterbrechungen. Das Unternehmen weicht daher auf die Produktion höherwertiger Konzentrate aus, um die Kosten zu kontrollieren.
Der Aktienkurs fror bei 28,58 Pence ein. Für Privatanleger bleibt der Markt vorerst geschlossen. Eine Wiederaufnahme des Handels setzt den Abschluss der Bilanzprüfung voraus, was wiederum von einer erfolgreichen Finanzierung abhängt. Ende Mai steht in Poltawa die nächste gerichtliche Anhörung an. Sie wird entscheiden, ob das formelle Insolvenzverfahren gegen die Kernsparte tatsächlich anläuft.
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