Ferrexpo: LSE-Stopp um 7:30 Uhr am 1. Mai
29.04.2026 - 10:25:49 | boerse-global.deAb 7:30 Uhr am 1. Mai ruht der Handel mit Ferrexpo-Aktien an der Londoner Börse. Das Unternehmen kann seinen Jahresabschluss für 2025 nicht rechtzeitig veröffentlichen — weil eine dringend benötigte Kapitalerhöhung noch nicht steht.
Kapitalerhöhung stockt, Audit bleibt offen
Das Problem ist strukturell. Ferrexpo braucht den Abschluss der Kapitalerhöhung, um überhaupt eine Fortführungsprognose erstellen zu können. Ohne diese Prognose kein Audit. Ohne Audit keine Jahresergebnisse bis zur regulatorischen Frist am 30. April.
Institutionelle Investoren haben unverbindliche Interessensbekundungen über mehr als 100 Millionen Dollar signalisiert. Die daran geknüpften Bedingungen lassen sich jedoch nicht rechtzeitig erfüllen.
Hauptaktionär Fevamotinico hält 49,3 Prozent und unterstützt die Kapitalerhöhung grundsätzlich. Er will den nötigen Aktionärsbeschlüssen zustimmen — allerdings nur, wenn er anteilig teilnehmen kann und die Erhöhung 100 Millionen Dollar nicht übersteigt. Das reicht nicht, um den Deal zu schließen.
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Panmure Liberum hat die Bewertung der Aktie Ende April unter Überprüfung gestellt und alle Prognosen zurückgezogen. Begründung: angespannte Liquidität und fehlende Klarheit über die kurzfristige Finanzierung.
Kasse reicht nur bis Ende August
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Ende März 2026 verfügte Ferrexpo über rund 35 Millionen Dollar an verfügbarem Kapital. Gelingt die Kapitalerhöhung nicht, reicht das Geld nur bis etwa Ende August 2026.
Zusätzlich hält die ukrainische Steuerbehörde Mehrwertsteuerrückerstattungen zurück. Insgesamt stehen rund 80 Millionen Dollar aus. Ferrexpo führt das auf Sanktionen gegen Großaktionär Kostyantin Zhevago zurück und hat deshalb bereits Personal abgebaut und den Betrieb gedrosselt.
Gerichtsverfahren und Produktionseinbruch
Am 28. April genehmigte das Pechersker Gericht in Kiew einen neuen Ermittlungsantrag der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft gegen Zhevago. Ihm wird vorgeworfen, zwischen 2007 und 2015 rund 113 Millionen Dollar über seine inzwischen aufgelöste Finance & Credit Bank veruntreut zu haben. Die Ukraine hat zweimal seine Auslieferung aus Frankreich beantragt — 2023 und 2025. Paris lehnte beide Male ab.
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Die operative Lage ist kaum besser. Im ersten Quartal 2026 brach die Eisenerzproduktion um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Russische Angriffe auf die ukrainische Strominfrastruktur hatten den Betrieb weitgehend lahmgelegt. Erst Ende Februar nahm Ferrexpo die Produktion wieder auf — auf reduziertem Niveau.
Die Aktie markierte am 23. April ein neues 52-Wochen-Tief bei knapp 30 Pence. Bis die Kapitalerhöhung steht und der Audit abgeschlossen ist, bleibt der Handel ausgesetzt — ohne garantierten Zeitplan für eine Wiederaufnahme.
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