Ferrexpo: Letzter Handelstag 30. April 2026
30.04.2026 - 03:54:57 | boerse-global.deDer heutige 30. April markiert für Ferrexpo einen bitteren Einschnitt. Ab morgen ruht der Handel der Aktien an der Londoner Börse. Eine lebenswichtige Kapitalerhöhung ist vorerst gescheitert. Dem ukrainischen Eisenerzförderer droht nun offen die Zahlungsunfähigkeit.
Bedingungen der Investoren blockieren Rettung
Das Unternehmen benötigt dringend frisches Geld. Zwar liegen unverbindliche Zusagen von institutionellen Investoren für mehr als 100 Millionen US-Dollar vor. Die anvisierten Geldgeber knüpfen ihren Einstieg allerdings an strukturelle Bedingungen, die Ferrexpo in der Kürze der Zeit nicht erfüllen kann.
Infolgedessen verpasst der Konzern die Frist zur Vorlage seines testierten Jahresberichts. Die Konsequenz folgt am 1. Mai um 7:30 Uhr: Die Londoner Börse setzt die Notierung aus. Wann oder ob die Papiere jemals wieder gehandelt werden, ließ das Management völlig offen.
Liquidität schmilzt rasant
Die Kassen leeren sich in bedrohlichem Tempo. Ende März verfügte der Bergbaukonzern nur noch über liquide Mittel in Höhe von 25 Millionen Dollar. Zum Jahreswechsel waren es noch fast doppelt so viel gewesen. Ohne einen erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsrunde reicht dieses Polster voraussichtlich nur noch bis Ende August.
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Das Management wählt drastische Worte. Scheitert die Aktienemission endgültig, bleibt dem Unternehmen nach eigenen Angaben keine andere Wahl, als Insolvenz anzumelden.
Eingefrorene Steuern und Notbetrieb
Ein politischer Konflikt verschärft die finanzielle Notlage massiv. Die ukrainischen Steuerbehörden blockieren seit Anfang 2025 die Rückerstattung von Mehrwertsteuerzahlungen. Mittlerweile hat sich hier ein Fehlbetrag von rund 90 Millionen Dollar aufgestaut. Hintergrund sind persönliche Sanktionen gegen den Mehrheitsaktionär Kostiantyn Zhevago, den Kiew als wirtschaftlich Berechtigten ansieht.
Parallel dazu kämpft Ferrexpo mit den direkten Kriegsfolgen. Nach massiven Stromausfällen im Januar läuft der Betrieb derzeit nur auf einem Viertel der regulären Kapazität. Der Konzern betreibt lediglich eine von vier Pelletieranlagen und hat Teile der Belegschaft in Kurzarbeit geschickt.
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Analysten ziehen sich zurück
Marktbeobachter reagieren auf die Eskalation. Die Investmentbank Panmure Liberum setzte ihr Rating für die Aktie kürzlich aus und strich sämtliche Prognosen. Die Analysten verwiesen explizit auf die angespannte Liquidität und die fehlende Klarheit bei der kurzfristigen Finanzierung.
Der Weg zurück an den Kapitalmarkt ist nun an harte Fristen gebunden. Ferrexpo muss die institutionellen Investoren von einem tragfähigen Kompromiss überzeugen, bevor die Barreserven im Spätsommer aufgebraucht sind. Gelingt dies nicht, droht dem ukrainischen Rohstoffproduzenten das endgültige Aus.
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