Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Liquiditätslücke Ende August 2026

17.05.2026 - 06:10:10 | boerse-global.de

Ferrexpo kämpft mit blockierten Steuerrückzahlungen und drohender Zahlungsunfähigkeit. Die Aktie bleibt in London ausgesetzt, eine Kapitalerhöhung ist essenziell.

Ferrexpo Aktie: Liquiditätslücke Ende August 2026 - Foto: über boerse-global.de
Ferrexpo Aktie: Liquiditätslücke Ende August 2026 - Foto: über boerse-global.de

Ferrexpo steckt in einer Liquiditätsklemme, die längst über einen normalen Steuerstreit hinausgeht. Die Aktie des Eisenerzproduzenten bleibt in London vom Handel ausgesetzt. Kern des Problems ist ein blockierter ukrainischer Mehrwertsteueranspruch von rund 90 Millionen Dollar. Ohne frisches Kapital kann der Konzern seinen Abschluss nicht sauber fertigstellen.

Handel in London bleibt ausgesetzt

Ferrexpo setzte die Notierung und den Handel seiner Aktien an der Londoner Börse zum 1. Mai aus. Der Auslöser war der Jahresabschluss. Das Unternehmen konnte die geprüften Zahlen für 2025 nicht rechtzeitig vorlegen.

Der Grund liegt in der Fortführungsannahme. Prüfer müssen einschätzen, ob Ferrexpo weiter zahlungsfähig bleibt. Diese Einschätzung hängt nun direkt an einer Kapitalerhöhung.

Solange keine passende Finanzierung steht, kann der Abschluss kaum auf dieser Basis erstellt werden. Damit bleibt auch die Rückkehr in den Handel offen. Der zuletzt genannte Kurs lag bei 28,58 Pence.

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Steuerstreit entzieht Liquidität

Der eigentliche Druck kommt aus der Ukraine. Seit März 2025 zahlen die Behörden Ferrexpo keine Mehrwertsteuererstattungen mehr aus. Das trifft den Konzern hart, weil diese Rückflüsse für den laufenden Betrieb wichtig sind.

Ende März lag der Nettoanspruch in der Ukraine bei 90,3 Millionen Dollar. Davon hatte Ferrexpo 78,9 Millionen Dollar zur Erstattung eingereicht. Die Behörden verweigerten 69,4 Millionen Dollar.

Als Begründung verweisen die Steuerbehörden auf persönliche Sanktionen gegen Kostiantyn Zhevago. Ferrexpo hält dagegen, dass diese Sanktionen nicht gegen das Unternehmen oder seine Töchter gerichtet sind. Der Konzern sieht darin finanziellen Druck auf die Gruppe.

Die Folgen zeigen sich bereits in der Produktion. Ferrexpo arbeitet nur noch mit etwa einem Viertel der früheren Vorkriegskapazität. Das Unternehmen kürzt Kosten bei Belegschaft, Betrieb, Wartung, Investitionen und sozialen Programmen.

Kapitalerhöhung hängt fest

Auch die Kasse schmilzt. Am 17. April lag die Netto-Cash-Position bei rund 20 Millionen Dollar. Ohne Gelder bei der MBaer Merchant Bank waren nur etwa 17 Millionen Dollar direkt zugänglich.

Das Management rechnet mit einer Liquiditätslücke ungefähr Ende August 2026. Eine Kapitalerhöhung gilt deshalb als zentraler Hebel. Sie soll die laufenden Verpflichtungen decken und den Betrieb für weitere 18 Monate sichern.

Institutionelle Investoren signalisierten Interesse von mehr als 100 Millionen Dollar. Die Bedingungen lassen sich laut Unternehmen aber nicht im nötigen Zeitfenster erfüllen. Der größte Aktionär Fevamotinico unterstützt die Pläne, sofern er anteilig teilnehmen kann.

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Zusätzlichen Druck erzeugen Verfahren in der Ukraine. Gegen die wichtige Tochter Ferrexpo Poltava Mining laufen Insolvenzschritte vor einem lokalen Gericht. Hintergrund ist eine bestrittene Bürgschaftsforderung über 4,727 Milliarden Hrywnja.

Ferrexpo will gegen die Entscheidung vorgehen. Der Einspruch stoppt den laufenden Prozess aber nicht automatisch. Damit treffen Steuerstreit, Finanzierungsbedarf und Rechtsrisiken gleichzeitig auf eine schwache Liquiditätslage.

Bis Ende August rückt die Kasse in den Mittelpunkt. Gelingt vorher keine Finanzierung und keine Entspannung im Steuerstreit, bleibt Ferrexpo operativ eng geführt. Eine Wiederaufnahme des Londoner Handels hängt direkt an diesem Paket.

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