Ferrexpo Aktie: 90 Millionen Dollar Steuergeld eingefroren
16.05.2026 - 09:33:06 | boerse-global.deEin einziger politischer Streit bedroht die Existenz eines börsennotierten Bergbaukonzerns. Bei Ferrexpo dreht sich alles um Mehrwertsteuererstattungen, die die Ukraine seit März 2025 einbehält — und um einen Großaktionär, dessen juristische Probleme das Unternehmen in den Abgrund ziehen.
Eingefrorene Steuergelder, leere Kassen
Die ukrainischen Steuerbehörden verweigern Ferrexpos Bergbautöchtern seit über einem Jahr die Rückzahlung von Mehrwertsteuer. Der Grund: die persönlichen Sanktionen gegen Kostiantyn Zhevago, den größten Einzelaktionär des Unternehmens. Ferrexpo selbst steht nicht auf der Sanktionsliste — aber das schützt den Konzern nicht.
Die Folge: Rund 90 Millionen US-Dollar an ausstehenden Steuererstattungen sind eingefroren. Frei verfügbares Bargeld lag zum 31. März 2026 bei nur noch 22 Millionen Dollar. Ende 2025 waren es noch 47 Millionen Dollar Gesamtliquidität. Der Abstand zwischen eingefrorenem Geld und tatsächlich nutzbarem Kapital ist das eigentliche Problem.
Zhevago blockiert jeden Ausweg
Zhevago steht im Verdacht, zwischen 2007 und 2015 rund 113 Millionen Dollar über seine inzwischen aufgelöste Bank unterschlagen zu haben. Ende 2022 wurde er in Frankreich festgenommen. Die Ukraine beantragte zweimal seine Auslieferung — 2023 und 2025 — Paris lehnte beide Male ab.
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Dieser Hintergrund vergiftet Ferrexpos Finanzierungsoptionen systematisch. Banken und institutionelle Investoren scheuen das Geschäft. Geldwäschevorschriften und Sanktions-Compliance machen eine Zusammenarbeit praktisch unmöglich — solange Zhevago Großaktionär bleibt.
Ferrexpo plant eine Kapitalerhöhung von mindestens 100 Millionen Dollar. Zhevagos Beteiligungsgesellschaft Fevamotinico hat zugesagt, anteilig bis zu 100 Millionen Dollar beizusteuern. Institutionelle Investoren haben unverbindliches Interesse an einer Rekapitalisierung über 100 Millionen Dollar signalisiert. Einen unterschriftsreifen Deal gibt es jedoch nicht.
Produktion auf einem Viertel, Listing ausgesetzt
Operativ läuft Ferrexpo auf Sparflamme. Die Produktion liegt bei etwa 25 Prozent der Vorkriegskapazität. Das Unternehmen hat Stellen gestrichen, Wartungsarbeiten reduziert und Investitionen zurückgefahren.
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Seit dem 1. Mai 2026 ist die Londoner Börsennotierung ausgesetzt. Sie bleibt es, bis der Jahresabschluss 2025 veröffentlicht und eine Finanzierungslösung umgesetzt ist. Die Aktie notierte zuletzt bei 28,58 Pence — das 52-Wochen-Hoch lag bei 87,10 Pence.
Das Management erwartet, dass dem Konzern Ende August 2026 das Geld ausgeht. Bis dahin muss eine Kapitalerhöhung stehen — oder Kyiv gibt die einbehaltenen Steuererstattungen frei. Beides liegt nicht in Ferrexpos Hand.
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