Ferrexpo Aktie: 100 Millionen Dollar bis Ende August
16.05.2026 - 19:52:03 | boerse-global.deIn einem neuen Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine taucht ein prominenter Name auf. Ferrexpo gehört zu den ersten ukrainischen Werten im Londoner UKRN-ETF. Für Aktionäre des Eisenerzproduzenten ist das ein schwacher Trost. Die Papiere des Unternehmens sind vom Handel ausgeschlossen.
Um ukrainischen Firmen den Zugang zu Kapital zu erleichtern, senkte der zugrundeliegende Index die Liquiditätsanforderungen. Tom Bailey, Research-Chef bei HANetf, erklärt die Aufnahme des Krisenunternehmens nüchtern. Die Entscheidung basiere strikt auf der Indexmethodik. Der ETF agiere als mechanischer Käufer ohne diskretionäre Timing-Entscheidungen.
Kampf gegen die Insolvenz
An der Londoner Börse ruht der Handel mit Ferrexpo-Aktien seit dem 1. Mai. Das Management verpasste die Frist für den Jahresabschluss 2025 und scheiterte mit einer geplanten Kapitalerhöhung. Der letzte Kurs lag bei knapp 29 Pence. Das markiert einen massiven Einbruch gegenüber dem Jahreshoch.
Dem Konzern geht schlicht das Geld aus. Ohne eine rettende Finanzspritze reichen die liquiden Mittel nur noch bis Ende August 2026. Ferrexpo beziffert den Bedarf auf mindestens 100 Millionen US-Dollar, um die nächsten anderthalb Jahre zu überstehen. Zwar signalisierten institutionelle Investoren unverbindliches Interesse, ein Abschluss blieb bislang aus.
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Erschwerend kommt hinzu, dass ukrainische Steuerbehörden Mehrwertsteuer-Rückerstattungen blockieren. Hier stehen dem Unternehmen noch rund 90 Millionen Dollar zu.
Produktion bricht ein, Staat greift ein
Operativ hinterlässt der Krieg tiefe Spuren. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur drückten die Eisenerzproduktion im ersten Quartal um 72 Prozent nach unten. Zwar läuft der Betrieb nach einer temporären Zwangspause wieder an. Die Fördermengen bleiben jedoch ein Bruchteil des Vorkriegsniveaus.
Parallel dazu eskaliert die Lage vor Gericht. Ein ukrainisches Gericht eröffnete ein Insolvenzverfahren gegen die wichtigste Tochtergesellschaft Ferrexpo Poltava Mining und bestellte einen Insolvenzverwalter. Der Konzern kündigte Berufung an. Dieser Schritt stoppt das Verfahren laut Berichten jedoch nicht.
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In einem separaten Fall droht der Verlust der halben Minensparte. Staatsanwälte fordern im Rahmen eines Veruntreuungsverfahrens die Übertragung von knapp 50 Prozent der Anteile in Staatsbesitz. Das Management prüft die Situation aktuell mit Rechtsberatern.
Die Fantasie eines milliardenschweren Wiederaufbaus der Ukraine hilft Ferrexpo kurzfristig nicht weiter. Bis Ende August muss das Management die rettende Kapitalerhöhung abschließen. Gelingt das nicht, droht dem Eisenerzproduzenten das endgültige Aus.
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