Ferrexpo: $90,3 Millionen VAT von Kyiv blockiert
04.05.2026 - 03:40:04 | boerse-global.deDie Londoner Börse hat den Stecker gezogen. Seit dem 1. Mai ist der Handel mit Aktien des ukrainischen Eisenerzproduzenten Ferrexpo ausgesetzt. Dem Konzern fehlt nicht nur eine dringend benötigte Finanzspritze, sondern auch der testierte Jahresabschluss für das vergangene Jahr. Das bringt das Unternehmen in eine existenzielle Notlage.
Blockierte Steuermillionen und Produktionskollaps
Ein zentrales Problem liegt tief in der Bilanz verborgen. Die ukrainischen Steuerbehörden blockieren Mehrwertsteuerrückerstattungen in Höhe von rund 90 Millionen US-Dollar. Grund dafür sind persönliche Sanktionen gegen Kostiantyn Zhevago. Obwohl Ferrexpo selbst nicht auf der Sanktionsliste steht, friert der Staat die Gelder ein.
Parallel dazu bricht das operative Geschäft weg. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zwangen das Management zu drastischen Einschnitten. Im ersten Quartal stürzte die Eisenerzproduktion um 72 Prozent auf knapp 593.000 Tonnen ab. Aktuell läuft lediglich ein Viertel der Kapazität.
Kapitalerhöhung als letzter Ausweg
Ohne frisches Geld kann Ferrexpo keine Fortführungsprognose abgeben. Deshalb scheiterte die fristgerechte Vorlage der Bilanz Ende April. Die Börsennotierung bleibt so lange ausgesetzt, bis der Bericht vorliegt und die Finanzierung gesichert ist.
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Der Vorstand verhandelt über eine Kapitalerhöhung von mindestens 100 Millionen US-Dollar. Institutionelle Investoren haben unverbindliches Interesse signalisiert. Die Bedingungen ließen sich jedoch nicht innerhalb der kurzen Frist erfüllen.
Rückendeckung kommt vom Hauptaktionär Fevamotinico. Der Anteilseigner, der knapp die Hälfte der Papiere hält, will bei der Rettungsaktion mitziehen. Voraussetzung dafür ist eine anteilige Beteiligung und eine Begrenzung des Volumens auf die anvisierten 100 Millionen US-Dollar.
Notverkauf sichert Zeit bis August
Um kurzfristig liquide zu bleiben, trennt sich der Konzern von Vermögenswerten. Der Verkauf des Transportschiffs "Iron Destiny" spült knapp acht Millionen US-Dollar in die Kasse. Damit reicht der finanzielle Spielraum nach Unternehmensangaben noch bis Ende August dieses Jahres.
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Danach wird die Luft dünn. Das Management hatte bereits vor einer möglichen Insolvenz gewarnt, sollte die Kapitalmaßnahme scheitern. Die geplante Aktienausgabe gilt als einzige realistische Lösung, um den Betrieb für die nächsten 18 Monate aufrechtzuerhalten.
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