Ferrari, Aktie

Ferrari Aktie: Neue Höhen!

05.01.2026 - 23:27:32

Die Verlängerung des Aktionärsvertrags zwischen Exor und Piero Ferrari sichert die langfristige Kontrolle. CEO Vigna bestätigt die vorzeitige Zielerreichung und nennt finanzielle Schwellenwerte bis 2030.

Die neu aufgelegte Aktionärsvereinbarung zwischen Exor und Piero Ferrari sowie optimistische Aussagen von CEO Benedetto Vigna setzen heute den Rahmen für die Ferrari-Aktie. Eigentümerstruktur und Strategie bleiben klar ausgerichtet, während das Management die bisherigen Fünfjahresziele vorzeitig erreicht hat. Im Fokus steht nun, wie sich diese langfristige Stabilität in den kommenden Jahren finanziell niederschlägt.

Erneuerter Aktionärspakt sichert Kontrolle

Der wichtigste Impuls kommt von der Bestätigung, dass Exor N.V. (Beteiligungsholding der Familie Agnelli) und Piero Ferrari ihren Aktionärspakt verlängert haben. Die neue Vereinbarung trat unmittelbar nach Auslaufen des vorherigen Vertrags gestern in Kraft und bündelt rund 48 % der Stimmrechte.

Kernpunkte der Vereinbarung:

  • Parteien:
  • Exor N.V.: ca. 21,2 % des Kapitals, rund 32,2 % der Stimmrechte
  • Piero Ferrari: ca. 10,6 % des Kapitals, rund 16 % der Stimmrechte
  • Laufzeit: Bis Januar 2029, mit automatischen Verlängerungsoptionen
  • Strategische Wirkung: Sicherung der langfristigen Ausrichtung, Schutz vor feindlichen Übernahmeversuchen und kurzfristig agierenden Aktivisten

Damit bleibt die Kontrolle klar bei den bisherigen Kernaktionären. Die Governance-Struktur wird für mehrere Jahre festgeschrieben, was Planungssicherheit für das Management schafft.

Vigna macht langfristigen Rahmen bis 2030 auf

Parallel dazu hat CEO Benedetto Vigna in einem Interview mit Global Finance ein positives Bild der operativen Entwicklung gezeichnet. Nach seinen Angaben wurden die bestehenden Fünfjahresziele früher als erwartet erreicht. Zugleich skizzierte er einen finanziellen Rahmen mit Mindestschwellen für Umsatz und Margen, der sich bis 2030 erstreckt.

Ein zentrales Wachstumsfeld bleibt der Bereich „Sports Cars“. Dieses Segment soll laut Vigna rund 2 Milliarden Euro Umsatz beisteuern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer höherwertigen Modell- und Ausstattungsmischung, nicht auf einem starken Volumenanstieg. Der Fokus verschiebt sich also weiter auf Margenqualität und Exklusivität.

Zur Unterstützung dieser Strategie verweist Vigna auf den Ausbau der Individualisierung: In Tokio und Los Angeles entstehen neue „Tailor Made“-Zentren. Diese Standorte sind im Bau und sollen künftig die steigende Nachfrage nach besonders exklusiver Personalisierung in Japan und den USA bedienen.

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Stabilität als Kontrast zur Auto-Branche

Die Verlängerung des Exor-Ferrari-Bündnisses steht im deutlichen Kontrast zu den Umbrüchen bei vielen Massenherstellern, die mit der Unsicherheit der E-Mobilitätswende ringen. Ferraris Eigentümer- und Kontrollstruktur verschafft dem Management den Freiraum, langfristige Pläne umzusetzen, ohne sich ständig an kurzfristigen Stimmungsumschwüngen orientieren zu müssen.

Die von Vigna hervorgehobene Stärke des „Sports Cars“-Segments untermauert die Strategie, bewusst nicht auf Volumenwachstum zu setzen. Personalisierung und Knappheit – sichtbar an den geplanten Tailor-Made-Zentren – zielen darauf ab, die Wahrnehmung der Fahrzeuge als seltene, sammelbare Güter zu stärken. Dieses künstlich verknappte Angebot stützt die Margen, während weite Teile der Branche unter Preisdruck stehen.

Die gebündelte Stimmgewalt der beiden Kernaktionäre trägt dazu bei, dass die Marke nicht durch kurzfristige Trends verwässert wird. Die Botschaft an den Markt: Ferrari bleibt im Kern ein Luxuswert, kein klassischer Auto-Titel.

Ausblick: Fokus auf 2030-Ziele

Nun richtet sich der Blick auf die nächste Quartalspräsentation, bei der konkretere Zahlen zu den von Vigna genannten „2030-Schwellen“ erwartet werden. Die vorzeitige Erreichung der bisherigen Finanzziele nährt Spekulationen, dass die formale Prognose nach oben angepasst werden könnte.

Aus technischer Sicht stützt die Klärung der Eigentümerstruktur die aktuelle Erzählung von Kontinuität. Die Beseitigung von Unsicherheit über die Kontrolle in den nächsten drei Jahren schafft eine klare Basis, insbesondere für institutionelle Investoren. Mit gefestigter Governance und einem über den Erwartungen laufenden „Sports Cars“-Segment dürfte sich der Markt in den kommenden Monaten vor allem auf die Umsetzung der elektrifizierten Modellpalette innerhalb dieses margenstarken Rahmens konzentrieren.

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