Ferrari Aktie: Defekt in Runde 65
08.06.2026 - 04:30:02 | boerse-global.de
Lewis Hamilton feiert in Monaco seinen größten Erfolg für Ferrari. Parallel dazu sorgt ein technisches Desaster bei Charles Leclerc für Unruhe in Maranello. Das Wochenende offenbart eine gefährliche Kluft zwischen sportlichem Glanz und mechanischer Anfälligkeit.
Kritik am Material
Hamilton sicherte sich den zweiten Platz hinter Kimi Antonelli. Es ist sein bisher stärkstes Ergebnis seit seinem Wechsel zur Scuderia zu Beginn der Saison 2025. Die Freude währte nur kurz.
In Runde 65 versagten bei Charles Leclerc die Bremsen komplett. Er krachte in die Barrieren der letzten Kurve. Leclerc nannte den Defekt „nicht akzeptabel“ und das Auto „unmöglich“ zu steuern. Ähnliche technische Beschwerden gab es bereits in früheren Rennen. Die Ingenieure in Maranello konnten das Problem bisher nicht lösen.
Vertrauen und Elektro-Wende
Für Ferrari steht mehr als ein Rennsieg auf dem Spiel. Die Zuverlässigkeit auf der Strecke gilt als Versprechen für die Qualität der Straßenwagen. Dieser Ruf ist aktuell besonders wertvoll.
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Ende Mai präsentierte Ferrari den „Luce“, sein erstes vollelektrisches Modell für rund 550.000 Euro. Die erste Resonanz war verhalten. Die Aktie verlor nach der Premiere zeitweise acht Prozent an Wert.
Analysten setzen auf neue Modelle
Trotz der sportlichen Rückschläge bleiben Experten wie Bernstein SocGen optimistisch. Sie stufen die Aktie weiterhin mit „Outperform“ ein. Die Experten setzen auf neue Modelle wie den 12Cilindri mit Handschaltung. Diese Varianten sollen die Margen stützen.
Die Ferrari-Aktie notierte zuletzt bei 301,40 Euro. Seit Jahresanfang verlor das Papier rund fünf Prozent.
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Damit notiert der Kurs unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 323,29 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 440,50 Euro bleibt der Titel weit entfernt.
In den nächsten Wochen liegt der Fokus auf technischen Updates für den SF-26. Parallel dazu beobachten Marktteilnehmer den Bestelleingang für den Luce. Diese Daten werden zeigen, ob der Luxushersteller seine hohen Margen trotz des schwierigen EV-Starts verteidigen kann.
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