Ferrari, Millionen

Ferrari: 5,66 Millionen für 20.321 Aktien

29.05.2026 - 15:35:08 | boerse-global.de

Ferrari kauft eigene Aktien im Wert von Millionen zurück, um Kursschwankungen nach der Luce-Präsentation abzufedern. Analysten bleiben optimistisch.

Ferrari: 5,66 Millionen für 20.321 Aktien - Foto: über boerse-global.de
Ferrari: 5,66 Millionen für 20.321 Aktien - Foto: über boerse-global.de

Ferrari stemmt sich mit massiven Aktienrückkäufen gegen die Skepsis am Kapitalmarkt. Der Sportwagenbauer nutzt sein milliardenschweres Rückkaufprogramm, um den Kurs nach der Premiere des ersten Elektro-Modells zu stabilisieren. Während das neue Modell "Luce" unter Fans und Anlegern für Diskussionen sorgt, schafft das Management Fakten an der Börse.

Rückkäufe als Kursstütze

Zuletzt erwarb Ferrari 20.321 eigene Aktien an der Euronext Mailand. Dafür zahlte das Unternehmen rund 5,66 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis lag bei 278,39 Euro pro Aktie.

Seit Anfang 2026 flossen bereits über 357 Millionen Euro in den Rückkauf von 1,2 Millionen Anteilen. Das Programm dient als Puffer gegen die jüngste Volatilität. Aktuell hält der Konzern etwa 17,75 Millionen eigene Aktien im Bestand. Das entspricht rund 9,15 Prozent des gesamten Grundkapitals.

Der Luce-Faktor

Die Vorstellung des Luce in Rom löste an der Börse zunächst Nervosität aus. Der elektrische Fünfsitzer entstand in Zusammenarbeit mit Jony Ives Design-Kollektiv LoveFrom. Für viele Puristen stellt das Fahrzeug einen radikalen Bruch mit der Tradition der Verbrennungsmotoren dar.

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Nach der Premiere verlor die Aktie zeitweise acht Prozent an Wert. Marktbeobachter werten den Rücksetzer als typische Reaktion auf technologische Wendepunkte. Goldman Sachs hob das Kursziel jüngst auf 383 Euro an und empfiehlt das Papier weiterhin zum Kauf. Jefferies bestätigte ebenfalls die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 350 Euro.

Starke Margen trotz Umbruch

Finanziell steht Ferrari auf einem soliden Fundament. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 2,14 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 2,69 Dollar die Erwartungen des Marktes.

Besonders die Profitabilität beeindruckt. Die EBITDA-Marge lag zuletzt bei 39,1 Prozent. Parallel dazu generierte das operative Geschäft einen freien Cashflow von über 650 Millionen Dollar.

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Die Auftragsbücher für den 550.000 Euro teuren Elektro-Sportler sind gefüllt. Die Reservierungen für den Luce reichen bereits bis Ende 2027. Erste Auslieferungen des neuen Modells sind für das vierte Quartal 2026 geplant.

Der aktuelle Kurs von 297,90 Euro liegt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 440,50 Euro. Ferrari hält dennoch an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Die Auslieferungen der hybriden Modelle stützen das Geschäft bis zum Start der E-Offensive.

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