Feintool Aktie: Trendwende geschafft?
26.02.2026 - 06:45:26 | boerse-global.deDer Schweizer Präzisionsteile-Hersteller meldet für 2025 trotz eines Umsatzrückgangs von 8,1 Prozent auf 661,4 Millionen Franken ein positives Betriebsergebnis von 4,7 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte das EBIT noch bei minus 49,3 Millionen Franken gelegen. Die deutliche Verbesserung ist das Ergebnis konsequenter Restrukturierungsmaßnahmen, die die Gewinnschwelle spürbar gesenkt haben.
Besonders auffällig: Während das erste Halbjahr noch schwach verlief, zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte eine klare Aufhellung. In Europa schwächte sich der Umsatzrückgang von 17,5 Prozent im ersten Halbjahr auf nur noch 6,1 Prozent in der zweiten Jahreshälfte ab. In den USA drehte die Entwicklung sogar ins Plus – nach einem Minus von 7,3 Prozent im ersten Halbjahr folgte ein Zuwachs von 15,0 Prozent in der zweiten Jahreshälfte.
Restrukturierung zahlt sich aus
Die 2024 eingeleiteten Maßnahmen wurden vollständig umgesetzt. Die Grossserienproduktion wanderte von Lyss in Tschechien nach Most, der Schweizer Standort konzentriert sich nun auf anspruchsvolle Technologieprojekte. Die Standorte Sachsenheim und Tokod wurden ebenfalls restrukturiert. Ab 2026 sollen diese Schritte jährlich rund 12 Millionen Franken einsparen.
Der Wandel zeigt sich auch in der Investitionspolitik. Nach 54 Millionen Franken Investitionen in 2025, die vor allem in Elektroblechstanzkapazitäten flossen, werden künftig Instandhaltung und Effizienzsteigerung im Vordergrund stehen. Dies dürfte den Free Cash Flow strukturell verbessern – ein wichtiges Signal für die Profitabilität.
Elektromobilität bleibt Wachstumstreiber
Rund 60 Prozent der Neuaufträge in Europa und Asien entfallen mittlerweile auf Elektromotorkerne. Darunter ist ein Grossauftrag von einem der größten chinesischen Nutzfahrzeughersteller. Die proprietäre Verbindungstechnologie glulock gewinnt zunehmend an Bedeutung und unterstreicht die technologische Führungsposition.
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Interessant ist die Diversifizierung: Während Feinschneiden und Umformen hauptsächlich im Automobilbereich zum Einsatz kommen, nutzen industrielle Anwendungen wie Pumpen, Lüftermotoren oder Kühlsysteme für Rechenzentren bereits zwei Drittel des Elektroblechstanz-Volumens.
Ausblick bleibt verhalten
Für 2026 rechnet der Verwaltungsrat mit uneinheitlicher Entwicklung. Europa bleibt herausfordernd, während in den USA und Asien die positive Dynamik anhalten soll. Die EBIT-Marge soll sich weiter verbessern. Der neue Produktionsstandort in Indien wird im Juni 2026 eröffnet und stößt bereits auf grosses Kundeninteresse.
Das mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von über 6 Prozent bleibt bestehen. Eine Dividende für 2025 wird es allerdings nicht geben. Die Eigenkapitalquote liegt mit 55,6 Prozent solide, die Nettoverschuldung stieg allerdings auf 57,7 Millionen Franken.
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