FeiF-Initiative, Frankfurt

FeiF-Initiative startet in Frankfurt als Blaupause für Finanzbildung

17.03.2026 - 05:00:39 | boerse-global.de

Eine neue Bildungsinitiative in Frankfurt kombiniert digitale Lernmodule mit Praxisbesuchen, um die Finanzkompetenz junger Menschen zu stärken. Experten fordern eine bundesweite Verankerung im Lehrplan.

FeiF-Initiative startet in Frankfurt als Blaupause für Finanzbildung - Foto: über boerse-global.de
FeiF-Initiative startet in Frankfurt als Blaupause für Finanzbildung - Foto: über boerse-global.de

Deutschland startet mit einer neuen Bildungsinitiative in Frankfurt und der Global Money Week eine Offensive für die Finanzkompetenz der Jugend. Hintergrund ist der rasante digitale Wandel, der junge Menschen mit komplexen Geldentscheidungen konfrontiert.

Finanzen zum Anfassen in der Bankenmetropole

Am Frankfurter Börsenplatz fiel am 16. März 2026 der Startschuss für das Projekt „FeiF – Finanzen erleben in Frankfurt“. Initiiert vom Hessischen Finanzministerium, der DZ Bank Stiftung und Frankfurt Main Finance, soll es Schüler und Studierenden wirtschaftliche Zusammenhänge praktisch nahebringen. „Finanzkompetenz ist eine Lebenskompetenz“, betonte Hessens Finanzminister Alexander Lorz zum Auftakt. Über eine digitale Plattform können Lehrkräfte standardisierte, werbefreie Lernmodule buchen. Diese decken fünf Kernbereiche ab: Wirtschaftsgrundwissen, Altersvorsorge, Kredit und Schulden, digitale Innovationen sowie Unternehmertum. Erste Schulklassen haben bereits die Deutsche Börse, die DZ Bank und das Finanzamt Frankfurt besucht. Die Kombination aus digitaler Vorbereitung und realen Einblicken am Finanzplatz soll als Modell für ganz Deutschland dienen.

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Global Money Week: Digitale Verlockungen als Bildungsauftrag

Der Start in Frankfurt war auf den Beginn der Global Money Week abgestimmt. Die OECD-Kampagne läuft bis zum 22. März unter dem Motto „Smart money talks“. Die Dringlichkeit der Themenwoche unterstreicht eine aktuelle Analyse. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verwies auf die wachsende Komplexität finanzieller Entscheidungen für junge Menschen. „Dienste wie ‚Buy Now, Pay Later‘ erfordern ein höheres Maß an individueller Finanzkompetenz“, so ZEW-Ökonomin Dr. Leah Zimmerer. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) warnte indes, dass bereits fast sieben Prozent der unter 30-Jährigen in Deutschland überschuldet seien. In digitalen Schulvorträgen will der Verband Jugendliche nun für Influencer-Marketing, Fake-Shops und Impulskäufe im Netz sensibilisieren.

Föderales Hindernis und die Suche nach Einheitlichkeit

Während die Notwendigkeit unbestritten ist, bleibt die Umsetzung schwierig. Am selben Tag lud der Bankenverband zum Event „Fokusjahr 2026 für Finanzbildung“ ein. Doch die Bildungshoheit der Länder führt zu einem Flickenteppich. Finanzthemen sind oft nur ein Randaspekt im Sozialkundeunterricht oder werden Initiativen außerhalb des Lehrplans überlassen. Digitale Plattformen wie FeiF sollen diese Lücke schließen. Bildungsforscher mahnen jedoch: Freiwillige Zusatzangebote erreichen nicht alle Jugendlichen gleichermaßen. Bestehende soziale Ungleichheiten könnten sich so sogar verfestigen.

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Die soziale Spaltung überwinden

Genau hier liegt die größte Herausforderung. Studien von ZEW und Universität Mannheim zeigen: Die zahlreichen Bildungsprogramme verfehlen oft diejenigen, die sie am dringendsten benötigen. Sie richten sich häufiger an Gymnasiasten in wohlhabenden Gegenden oder finanziell bereits interessierte Jugendliche. Zudem hängt die finanzielle Sozialisation stark vom Elternhaus ab – und dort werden Söhne statistisch häufiger über Geld aufgeklärt als Töchter. Experten fordern daher eine verbindliche Verankerung im Lehrplan aller Bundesländer. Nur so ließe sich gewährleisten, dass alle Schüler die Mechanik von digitalem Banking, Algorithmen und Zinseszins verstehen. Das EvaFin-Projekt des ZEW evaluiert derzeit die Qualität und Wirkung solcher Programme. Die Ergebnisse werden die künftige Bildungspolitik maßgeblich beeinflussen. Der Erfolg des Frankfurter Pilotprojekts könnte anderen Bundesländern als Vorbild dienen. Das Ziel ist klar: Aus passiven Konsumenten sollen informierte, finanziell mündige Bürger werden.

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