Fauna, Robotics

Fauna Robotics: Sprout bringt freundliche Roboter in den Alltag

31.01.2026 - 06:25:11

Das Startup Fauna Robotics stellt Sprout vor, einen sicheren und zugänglichen humanoiden Roboter für Wohnungen, Schulen und Büros, der bereits an Entwickler und Forschungspartner ausgeliefert wird.

Ein menschenfreundlicher Roboter soll die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine revolutionieren. Das New Yorker Startup Fauna Robotics hat nach zweijähriger Entwicklungsphase Sprout vorgestellt. Der humanoide Roboter ist speziell für den Einsatz in Wohnungen, Schulen und Büros konzipiert. Die erste „Creator Edition“ wird bereits an Entwickler und Forschungspartner ausgeliefert.

Ein Roboter nach dem Vorbild von WALL-E

Fauna Robotics betritt den Markt mit einer klaren Philosophie: Der Roboter soll nicht einschüchtern, sondern einladen. Statt auf rohe Kraft setzt das Unternehmen auf Sicherheit und Zugänglichkeit. Sprout ist nur 1,07 Meter groß und wiegt knapp 23 Kilogramm. Seine weiche, gepolsterte Hülle und das Design ohne scharfe Kanten machen ihn sicher für den Kontakt mit Menschen und Haustieren.

Die Inspiration kommt aus der Popkultur, nicht aus dystopischen Science-Fiction-Szenarien. „Wir haben uns an Charakteren wie WALL-E oder Rosie den Jetsons orientiert“, so das Unternehmen. Das zeigt sich im ausdrucksstarken Kopf mit motorisierten „Augenbrauen“ und einer ringförmigen LED-Anzeige. Sie dient als Gesicht, um Absichten und Emotionen zu kommunizieren. Die Motoren sind nachgiebig programmiert – weicht der Roboter einer Berührung aus, statt dagegen zu halten.

Starke Technik unter der weichen Hülle

Unter der freundlichen Fassade verbirgt sich eine leistungsfähige Roboterplattform. Sprout verfügt über 29 Freiheitsgrade in seinen Gelenken, darunter einen beweglichen Hals und zwei vielseitige Arme. Das „Gehirn“ ist ein leistungsstarker NVIDIA Jetson AGX Orin-Computerchip, der komplexe KI-Anwendungen direkt an Bord ermöglicht.

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Für die Wahrnehmung seiner Umgebung nutzt Sprout eine stereoskopische Kamera, vier Abstandssensoren und einen Bewegungssensor im Rumpf. Ein Mikrofon-Array und hochwertige Lautsprecher ermöglichen die Sprachinteraktion. Der Akku hält drei bis dreieinhalb Stunden und ist austauschbar. Fauna stellt Entwicklern eine modulare Software-Architektur zur Verfügung, um eigene Anwendungen zu programmieren.

Strategie: Auf die Community setzen

Die Markteinführung erfolgt bewusst über die Entwickler-Community. Mit der „Creator Edition“ will Fauna ein Ökosystem für Innovationen schaffen. „Die bahnbrechenden Anwendungen werden nicht von einem einzigen Unternehmen kommen, sondern von einer vielfältigen Gemeinschaft“, ist die Überzeugung des Startups.

Die Strategie scheint aufzugehen. Erste Sprout-Roboter sind bereits bei namhaften Partnern im Einsatz. Dazu zählen Disney, Boston Dynamics sowie Universitäten wie die UC San Diego und die New York University. Sie testen den Roboter in den Bereichen Einzelhandel, Unterhaltung und Bildung. Langfristig will Fauna damit auf den wachsenden Personalmangel in Pflege- und Serviceberufen reagieren.

Nische im Wettbewerb der Roboter-Giganten

Fauna Robotics betritt mit Sprout ein hochdynamisches und umkämpftes Feld. Während Konkurrenten wie Tesla oder Boston Dynamics auf athletische Roboter für Fabrikhallen setzen, besetzt das Startup die Nische des „sympathischen Begleiters“. Der Fokus auf Sicherheit und menschliche Umgebungen könnte die Hemmschwelle für die Akzeptanz in Alltagssituationen senken.

Die Entwickler-Strategie erinnert an die Anfänge der Smartphones: Zuerst eine stabile Plattform schaffen, dann auf die Kreativität der App-Entwickler setzen. Der Markt für humanoide Roboter wird auf ein Milliardenvolumen geschätzt. Fauna setzt seine Wette auf die Dienstleistungs- und Servicewirtschaft. Die Zusammenarbeit mit Disney deutet auf ein starkes Interesse an robotischen Anwendungen im Kundenkontakt hin.

Was kommt als Nächstes?

Die nächsten 12 bis 24 Monate werden entscheidend sein. Fauna Robotics will aus den Erfahrungen der ersten Entwickler lernen und die Plattform verfeinern. Der kommerzielle Erfolg wird sich daran messen, welche Anwendungen in den Zielbranchen Unterhaltung, Einzelhandel und häusliche Dienstleistungen entstehen.

Mit Sprout ist ein wichtiger erster Schritt getan. Die Reise von einer Entwicklerplattform zu einem alltäglichen Helfer ist lang. Doch Fauna Robotics hat bewiesen, dass der erste Schritt auch freundlich sein kann.

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