Fastenzeit, Rekordinteresse

Fastenzeit startet mit Rekordinteresse und neuen Erkenntnissen

20.02.2026 - 16:09:11 | boerse-global.de

Aktuelle Analysen zeigen, dass die zellreinigende Autophagie oft erst nach 24 Stunden einsetzt und moderater Sport Muskelverlust beim Fasten verhindert. Experten warnen vor Risiken wie Elektrolytmangel.

Der Beginn der Fastenzeit löst einen Ansturm auf Fastenkliniken und Gesundheitsportale aus. Eine aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit bestätigt den Trend: 85 Prozent der unter 30-Jährigen halten bewussten Verzicht für sinnvoll. Doch Experten warnen vor Halbwissen und stellen gängige Fasten-Mythen infrage.

Autophagie: Der große Reinigungseffekt kommt später

Viele Fastende hoffen auf die Autophagie – das körpereigene Recyclingprogramm der Zellen. Bisher galt die Annahme, dass schon das populäre 16:8-Intervallfasten diesen Prozess massiv ankurbelt. Neue wissenschaftliche Einschätzungen zeichnen nun ein anderes Bild.

Fachportalen zufolge beginnt die Autophagie beim Menschen zwar moderat nach etwa 16 Stunden. Ein therapeutisch relevantes Niveau erreicht sie jedoch oft erst nach 24 bis 48 Stunden ohne Kalorien. Wer also primär auf die zellverjüngenden Effekte abzielt, könnte mit dem Auslassen des Frühstücks enttäuscht werden. Längere Fastenperioden erfordern zudem eine sorgfältige Vorbereitung.

Schützt Fasten wirklich die Muskeln?

Eine der größten Sorgen ist der Verlust von Muskelmasse. Kritiker warnten lange, der Körper baue ohne Nahrung sofort Muskeleiweiß ab. Neuere Untersuchungen, basierend auf Daten der Klinik Buchinger Wilhelmi, liefern differenziertere Ergebnisse.

Studien zeigen: Nach einer kurzen Umstellungsphase schaltet der Stoffwechsel auf Fettverbrennung (Ketose) um. Die dabei gebildeten Ketonkörper bremsen den Proteinabbau in der Muskulatur. Analysen ergaben, dass bei korrekt durchgeführtem Heilfasten der Anteil der abgebauten Muskelmasse geringer ausfällt als früher befürchtet – vorausgesetzt, es findet moderate Bewegung statt. Sportmediziner warnen jedoch: Ohne Bewegungssignale baut der Körper auch im Fastenmodus Muskeln ab.

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Die unterschätzte Gefahr: Elektrolytmangel

Mit der Zunahme von Do-it-yourself-Kuren über soziale Medien steigen auch die gesundheitlichen Zwischenfälle. Ein kritischer Punkt ist der Elektrolythaushalt. Beim reinen Wasserfasten werden Mineralstoffe wie Natrium und Magnesium ausgeschieden, aber nicht mehr zugeführt.

Dies kann zu Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Herzrhythmusstörungen führen. Fachleute raten dringend davon ab, Fastenperioden von mehr als zwei bis drei Tagen ohne ärztliche Rücksprache durchzuführen. Das sogenannte „Trockenfasten“, bei dem auch auf Flüssigkeit verzichtet wird, stufen Mediziner als hochgefährlich ein.

Fastenmarkt im Wandel: Zwischen Spiritualität und „Metabolic Reset“

Der Fastenmarkt hat sich radikal verändert. Dominieren heute doch Begriffe wie „Metabolic Reset“ und „Longevity“. Kliniken für integrative Medizin und spezialisierte Fastenhotels verzeichnen Rekordbuchungen.

Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch die Pharmaindustrie. Mit der Verbreitung von GLP-1-Agonisten (Abnehmspritzen) steht das traditionelle Fasten in einem neuen Wettbewerb. Fastenbefürworter argumentieren mit den ganzheitlichen Effekten auf Stoffwechsel und Darmmikrobiom, die Medikamente allein nicht ersetzen können.

Branchenbeobachter erwarten für 2026 eine stärkere Personalisierung. Genetische Dispositionen und individuelle Stoffwechseldaten rücken in den Fokus. Apps und Wearables sollen Nutzern helfen, den optimalen Zeitpunkt für ihren Fastenrhythmus zu finden. Die Kernbotschaft der Experten bleibt jedoch: Fasten ist ein mächtiges Werkzeug, kein harmloser Lifestyle-Trend.

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