Farfetch Aktie: Ex-Chefs wehren sich
27.02.2026 - 02:12:38 | boerse-global.deIm juristischen Aufarbeitungsprozess um den Zusammenbruch des Online-Modehändlers Farfetch gehen ehemalige Spitzenmanager in die Offensive. Gestern beantragten der Gründer José Neves sowie weitere Ex-Führungskräfte vor einem New Yorker Bundesgericht die endgültige Abweisung einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs. Für die geschädigten Aktionäre, deren Einlagen durch die Liquidation nahezu vollständig vernichtet wurden, ist der Ausgang des Verfahrens richtungsweisend.
Vorwurf des Wertpapierbetrugs zurückgewiesen
Die ehemaligen Führungskräfte, darunter der frühere CFO Elliot Jordan und die Ex-Präsidentin Stephanie Phair, argumentieren in ihrem Antrag, dass die Kläger keine stichhaltigen Beweise für bewusste Falschaussagen geliefert hätten. Die Aktionäre werfen dem Management vor, die finanzielle Stabilität und die Liquiditätsprognosen im Vorfeld des Notverkaufs geschönt dargestellt zu haben.
Die Verteidigung hält dagegen, dass die klagenden Investoren keinen hinreichenden Verdacht auf Betrug begründen konnten. Das Verfahren bündelt zahlreiche Einzelklagen von Anlegern, die nach dem Kollaps der Papiere und der anschließenden Übernahme durch den südkoreanischen Konzern Coupang massive Verluste erlitten hatten.
Totalverlust für Aktionäre besiegelt
Der operative Kern von Farfetch wurde Anfang 2024 im Rahmen eines sogenannten Pre-Pack-Verfahrens für rund 500 Millionen US-Dollar verkauft. Während das operative Geschäft unter neuem Eigentümer fortbesteht, befindet sich die ursprüngliche Holdinggesellschaft in der Liquidation. Da die Verbindlichkeiten den Verkaufserlös überstiegen, wurde das Eigenkapital der bisherigen Aktionäre wertlos.
Die verbliebene Aktienhülle wird derzeit lediglich noch im Freiverkehr zu Bruchteilen eines Cents gehandelt. Diese Papiere verbriefen jedoch keine wirtschaftliche Beteiligung mehr am operativen Geschäft. Auch institutionelle Gläubiger, die Wandelanleihen mit Fälligkeit 2027 hielten, sahen ihre Forderungen durch die Transaktionsstruktur weitgehend entwertet.
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Untersuchungen zu internen Darlehen
Parallel zum Rechtsstreit in den USA rückt die Historie in Großbritannien stärker in den Fokus der Ermittlungen. Gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter untersuchen derzeit Vorwürfe eines möglichen Missmanagements in den Monaten vor der Zahlungsunfähigkeit.
Ein Schwerpunkt der britischen Untersuchungen liegt auf der Abschreibung konzerninterner Darlehen in Milliardenhöhe, die unmittelbar vor dem Verkauf der Vermögenswerte erfolgte. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden darüber entscheiden, ob über die US-Sammelklage hinaus weitere Haftungsansprüche gegen die ehemalige Geschäftsführung geltend gemacht werden können. Während das Gericht in New York nun über den aktuellen Abweisungsantrag entscheiden muss, bleibt die rechtliche Aufarbeitung der Milliarden-Insolvenz ein langwieriger Prozess.
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