Fannie Mae Aktie: Unter Druck
21.01.2026 - 18:36:32Die Fannie-Mae-Aktie steht weiter deutlich unter Druck. Nach dem kräftigen Rückschlag am Freitag hat sich der Kurs bis heute nicht erholt und pendelt um die Marke von 8,30 US-Dollar. Auslöser ist der Eindruck, dass die US-Regierung den Hypothekenfinanzierer zunehmend als politisches Instrument nutzt – zulasten der Aktionäre.
Politik dominiert Investment-These
Die jüngste Kursbewegung markiert eine grundlegende Neubewertung der Investment-These. Am Freitag war der Kurs von rund 9,70 auf 8,51 US-Dollar gefallen. Hintergrund ist die Einschätzung, dass die „America First“-Wohnungsbauagenda der US-Regierung Schuldenerleichterungen für Hauskäufer klar über Profitabilität und mögliche Privatisierungspläne stellt.
Im Zentrum steht die bereits zu Monatsbeginn bestätigte Anweisung an Fannie Mae und Freddie Mac, Hypothekenpapiere (MBS) im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Ziel ist es, Hypothekenzinsen für Verbraucher zu senken. Am Markt wird dies jedoch als Bestätigung gewertet, dass Fannie Mae de facto als dauerhaftes, streng reguliertes „Public Utility“ unter staatlicher Aufsicht fungiert. Statt eine Rückkehr in den vollständig privaten Sektor vorzubereiten, wird die Bilanz genutzt, um wirtschaftspolitische Ziele der Regierung umzusetzen.
Weitere Maßnahmen belasten Stimmung
Zusätzlichen Druck bringen weitere wohnungspolitische Vorschläge der Regierung. Besonders im Fokus steht der Plan, US-Bürgern die Nutzung ihrer 401(k)-Rentenersparnisse für Eigenkapitalzahlungen beim Hauskauf zu erlauben. Dies wirft Fragen nach der künftigen Risikostruktur der von Fannie Mae garantierten Kredite auf.
Zentrale Sorgenpunkte aus Marktsicht sind:
- Kreditrisiko: Wenn mehr Käufer ihre Altersvorsorge als Eigenkapital nutzen, könnte sich das Risikoprofil der Hypotheken, die Fannie Mae garantiert, spürbar verändern.
- Marktliquidität: Ein mögliches Verbot großer institutioneller Immobilienkäufer, das mehr Angebot für Familien schaffen soll, könnte die Liquidität in Marktsegmenten verringern, in denen Fannie Mae aktiv ist.
- Ertragsbegrenzung: Die starke Betonung von Bezahlbarkeit schürt Befürchtungen, dass strengere regulatorische Obergrenzen für Gebühren eingeführt werden. Das würde das Gewinnpotenzial begrenzen.
Damit verschiebt sich der Fokus aus Sicht vieler Marktteilnehmer klar von Wertsteigerung für Aktionäre hin zu politisch vorgegebenen Zielen im Wohnungsbau.
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Technisches Bild deutlich eingetrübt
Auch technisch hat sich die Lage spürbar verschlechtert. Nach dem Kursgap am 16. Januar findet die Aktie kaum Halt. Am Dienstag schloss der Kurs bei 8,31 US-Dollar, heute bewegt sich die Notierung bislang in unmittelbarer Nähe dieses Niveaus – ein Hinweis auf fehlende Kaufbereitschaft.
Der Rückgang vom Bereich um 9,70 US-Dollar gilt als klarer Bruch einer kurzfristigen Unterstützungszone. Das Handelsvolumen bleibt erhöht, was darauf hindeutet, dass vor allem institutionelle Anleger Positionen abbauen, da sie kurzfristig kaum Chancen auf eine Privatisierung sehen. Der Markt preist damit den zuvor eingerechneten „Privatisierungsaufschlag“ zunehmend aus dem Kurs heraus.
Dauerhafte Staatsrolle als neues Szenario
Für Anleger zeichnet sich aktuell ein Szenario ab, in dem Fannie Mae vorrangig als Instrument zur Dämpfung von Hypothekenzinsen agiert und weniger als gewinnorientiertes Finanzinstitut. Das laufende 200-Milliarden-Dollar-MBS-Programm und die Aussicht auf weitere regulatorische Eingriffe sprechen aus Marktsicht gegen eine absehbare Rückkehr in die private Eigentümerstruktur. Die aktuelle Seitwärtsbewegung um 8,30 US-Dollar spiegelt damit die Erwartung wider, dass der Spielraum für Kursfantasie der Stammaktionäre in einem Modell dauerhafter staatlicher Aufsicht deutlich begrenzt ist.
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