Fannie Mae Aktie: Privatierung rückt ab
28.01.2026 - 20:00:36Die Fannie-Mae-Aktie gerät unter Druck, nachdem die Trump-Regierung den Konzern noch stärker als Instrument der Wohnungsbaupolitik einspannt. An den Märkten setzt sich die Einschätzung durch, dass eine schnelle Reprivatisierung zunehmend unrealistisch wird. Stattdessen soll Fannie Mae gezielt eingesetzt werden, um Hypothekenzinsen zu steuern und die Finanzierungskosten für Immobilienkäufer zu senken.
Regierungsauftrag statt Börsenfantasie
US-Präsident Trump hat die Aufsichtsbehörde FHFA angewiesen, ein groß angelegtes Kaufprogramm für hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS) umzusetzen. Konkret sollen Fannie Mae und Freddie Mac gemeinsam bis zu 200 Milliarden US-Dollar an MBS erwerben, um die Liquidität im Hypothekenmarkt zu erhöhen und die Zinsen nach unten zu drücken.
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte die FHFA die Kreditkaufobergrenzen für Mehrfamilienfinanzierungen ab 2026 auf jeweils 88 Milliarden US-Dollar je Institut angehoben. Die neue Anordnung verstärkt diese Ausrichtung deutlich.
Für Aktionäre ist das ein klares negatives Signal. Die deutliche Ausweitung des staatlichen Auftrags zeigt, dass die Regierung Fannie Mae weiterhin primär als politisches Steuerungsinstrument nutzen will – und nicht als Kandidaten für einen zeitnahen Börsenausstieg. Entsprechend gibt die Aktie nach, weil zuvor eingepreiste Fantasie auf eine Privatisierung aus den Kursen verschwindet.
Deutliche Eingriffe in den Hypothekenmarkt
Der geplante Ankauf von bis zu 200 Milliarden US-Dollar an MBS durch die staatlich gestützten Hypothekenfinanzierer ist eine aggressive Marktintervention. Ziel ist es, die Finanzierungskosten für Eigenheimkäufer spürbar zu senken und die Erschwinglichkeit von Wohneigentum zu verbessern.
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Die Folgen sind bereits sichtbar: Nach Ankündigung und Umsetzung der Maßnahmen sind die Hypothekenzinsen deutlich gefallen. Der durchschnittliche Satz für eine 30-jährige festverzinsliche Hypothek ist auf 5,99 % zurückgegangen – den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Das stützt den US-Immobilienmarkt und entlastet Kreditnehmer, verfestigt aber zugleich den Status von Fannie Mae als strikt kontrollierte Staatsplattform.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Markteingriff: Auftrag zum Kauf von bis zu 200 Mrd. US-Dollar an hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS).
- Strategische Verschiebung: Eine Reprivatisierung von Fannie Mae gilt unter Marktteilnehmern nun als „unwahrscheinlich“.
- Marktauswirkung: Hypothekenzinsen fallen auf ein Drei-Jahres-Tief von 5,99 %.
- Sektorumschichtung: Kapital fließt in Profiteure niedriger Zinsen wie Home-Improvement- und Bauwerte (z. B. Home Depot, Toll Brothers), während GSE-Titel gemieden werden.
Konsequenzen für Aktionäre
Das Investment-Narrativ rund um Fannie Mae hat sich innerhalb eines Tages grundlegend verändert. Im Vordergrund stehen nicht mehr Hoffnungen auf ein Ende der Zwangsverwaltung und eine Rückkehr zu einer normalen börsennotierten Struktur, sondern die Rolle als Liquiditätslieferant für den US-Hypothekenmarkt.
Während die Aktie unter dem schwindenden Privatisierungsbonus leidet, profitieren andere Segmente: Niedrigere Zinsen verbessern die Stimmung bei Bauunternehmen und Immobilienmaklern. Für Fannie-Mae-Aktionäre bleibt dagegen die enge und nun noch einmal bekräftigte staatliche Kontrolle das zentrale Belastungsmoment. Die jüngsten Schritte der Regierung machen deutlich, dass der politische Nutzen der Hypothekenagenturen derzeit klar über den Interessen der privaten Anteilseigner steht.
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