Familienbeihilfe bleibt 2026 trotz Inflation unverändert
05.02.2026 - 13:13:12Die Bundesregierung friert die Familienbeihilfe für dieses und nächstes Jahr ein. Die automatische Anpassung an die Teuerung ist ausgesetzt – das spart dem Staat Geld, kostet Familien aber real Kaufkraft. Ein aktueller Bericht des Fiskalrats zeigt: Trotz dieser Sparmaßnahme bleibt das Budgetdefizit hoch.
Die Auszahlungen für Februar bringen für Hunderttausende Haushalte endgültige Gewissheit. Auf den Konten landet der alte Satz, obwohl die Preise weiter steigen. Das Finanzministerium bestätigte den Stopp der sogenannten Valorisierung für 2026 und 2027. Diese automatische Inflationsanpassung war erst im Mai 2025 im Zuge des Sparpakets beschlossen worden.
Warum die Valorisierung ausfällt
Die Regierung argumentiert mit der angespannten Haushaltslage. Ohne diese Einsparungen, so das Finanzressort, drohten noch drastischere Kürzungen. Ziel sei es, die EU-Vorgaben einzuhalten. Kritiker von Opposition und Sozialpartnern sehen darin eine einseitige Belastung der Familien. Sie tragen bereits die Folgen der Preissteigerungen der letzten Jahre.
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So schrumpft die Kaufkraft
Die Inflation sinkt zwar, liegt 2026 aber voraussichtlich noch bei 2,4 bis 2,5 Prozent. Weil die Beihilfe nicht mitwächst, entsteht ein realer Verlust. Experten und Finanzportale haben die Summen berechnet:
- Für Kinder unter drei Jahren: rund 67 Euro weniger pro Jahr.
- Für 10- bis 18-Jährige: etwa 78 Euro Verlust jährlich.
- Für junge Erwachsene in Ausbildung ab 19: knapp 88 Euro weniger.
Für eine Familie mit zwei Kindern summiert sich das schnell auf über 150 Euro im Jahr. Bei kinderreichen Haushalten fehlen mehrere hundert Euro. Sozialverbände warnen: Gerade für einkommensschwache Familien, die einen Großteil für den täglichen Bedarf ausgeben, ist dieser Einschnitt spürbar.
Fiskalrat warnt vor anhaltend hohem Defizit
Besondere Brisanz verleiht der Debatte ein aktueller Bericht. Der Fiskalrat legte am 4. Februar seine Analyse der Staatsfinanzen vor. Das ernüchternde Fazit: Trotz der Sparmaßnahmen bleibt das Defizit deutlich über der EU-Grenze von 3 Prozent.
Laut Berechnungen droht 2026 ein Defizit von rund 4,2 Prozent. Auch die Schuldenquote steigt weiter. Die Experten des Rates betonten, die bisherigen Schritte seien notwendig, aber bei weitem nicht ausreichend. Stehen also weitere Sparpakete bevor?
Zwischen Konsolidierung und Konjunktur
Wirtschaftsforschungsinstitute wie das WIFO sehen die Lage zwiespältig. Einerseits ist die Budgetkonsolidierung nötig. Andererseits warnen Volkswirte vor den Folgen für den Konsum. Weniger Geld in den Familienportemonnaies dämpft die Inlandsnachfrage – und bremst die ohnehin fragile Konjunkturerholung.
Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert, dass die Inflation bei Gütern des täglichen Bedarfs oft höher liege als der Durchschnitt. Familien träfen die Kürzungen daher überproportional. Befürworter der Sparpolitik halten dagegen: Österreich habe im europäischen Vergleich immer noch eines der großzügigsten Fördersysteme.
Keine Entlastung vor 2028
Für die betroffenen Familien ist vorerst kein Ende in Sicht. Die Aussetzung gilt fix für 2026 und 2027. Erst ab 2028 soll die automatische Anpassung wieder greifen. Bis dahin bleibt die Budgetdisziplin das beherrschende Thema. Die Warnungen des Fiskalrats lassen erwarten, dass die Debatte über Verteilungsgerechtigkeit weiter an Schärfe gewinnt.
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