KONJUNKTUR, Uhr

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 20.03.2026 - 17.00 Uhr

20.03.2026 - 17:07:17 | dpa.de

EZB-Räte deuten Zinserhöhung im April anFRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte wegen des Ölpreisschubs im Zuge des Iran-Kriegs und der Aussicht einer steigenden Inflation auf eine Zinserhöhung im April zusteuern.

EZB-Räte deuten Zinserhöhung im April an

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte wegen des Ölpreisschubs im Zuge des Iran-Kriegs und der Aussicht einer steigenden Inflation auf eine Zinserhöhung im April zusteuern. "Nach aktuellem Stand ist es denkbar, dass sich die mittelfristigen Inflationsaussichten verschlechtern und die Inflationserwartungen nachhaltig steigen, was eine restriktivere Geldpolitik wahrscheinlich notwendig machen würde", sagte Bundesbankpräsident und EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel am Freitag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er fügte hinzu, dass "zuverlässigere Daten hierzu voraussichtlich bereits bei der nächsten Sitzung des EZB-Rats in sechs Wochen vorliegen werden".

ROUNDUP: Energielieferungen nach drei Kriegswochen massiv unter Druck

DOHA/TEL AVIV/TEHERAN/DAMASKUS - Die Öl- und Gaslieferungen vom Golf werden wegen des Iran-Kriegs nach Einschätzung von Experten noch für Monate massiv gestört sein. Der Geschäftsführer der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, sagte der britischen "Financial Times", der Krieg sei "die größte Bedrohung für die globale Energiesicherheit in der Geschichte". Politiker und Märkte unterschätzten das Ausmaß der Ausfälle.

ROUNDUP: Chamenei bleibt unsichtbar - Iran wartet auf erste Rede

TEHERAN - Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten. Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.

Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

BERN - Die Schweiz bewilligt wegen des Iran-Kriegs keine Waffenexporte mehr an die USA. "Die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelten Länder kann während der Dauer des Konfliktes nicht bewilligt werden", teilte die Regierung, der Bundesrat, mit.

Klingbeil: Höhere Pendlerpauschale mit Geld von Ölkonzernen

BERLIN - Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die Pendlerpauschale auf Kosten der Mineralölkonzerne erhöhen und damit die Menschen in Deutschland von den hohen Spritpreisen entlasten. "Wenn wir die Krisenprofite der Konzerne höher besteuern, dann können wir damit eine Erhöhung der Pendlerpauschale finanzieren", sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. "Mir geht es darum, dass wir maßlose Krisenprofite abschöpfen und den Bürgerinnen und Bürgern zurückgeben."

Frankreich stoppt erneut Öltanker aus Russland im Mittelmeer

TOULON - Frankreichs Marine hat einen aus Russland kommenden Ölfrachter im Mittelmeer angehalten und überprüft. Das Schiff aus Murmansk sei verdächtigt worden unter falscher Flagge zu fahren, teilte die Meerespräfektur für das Mittelmeer in Toulon mit. Die Zweifel an der mosambikanischen Flagge seien bestätigt worden. Das Schiff sei umgeleitet und für weitere Untersuchungen zu einem Ankerplatz gebracht worden.

Nur knapp die Hälfte arbeitet in Betrieb mit Tarifvertrag

WIESBADEN - Nur knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Beschäftigten in Deutschland hat 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb gearbeitet. Damit blieb die Tarifbindung gemessen an den Vorjahren konstant, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Deutschland: Erzeugerpreise sinken vor dem Iran-Krieg überraschend stark

WIESBADEN - In Deutschland hat sich der Rückgang der Erzeugerpreise im Februar wegen deutlich niedriger Energiekosten unerwartet beschleunigt. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, fielen im Jahresvergleich um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran erfolgte am 28. Februar. Darauf folgte ein Preisschub bei Energierohstoffen.

Energieagentur: Tempolimit und Homeoffice gegen Ölkrise

PARIS - Die Internationale Energieagentur (IEA) rät angesichts der Ölkrise infolge des Iran-Kriegs zu Maßnahmen, die den Ölverbrauch senken. Die Empfehlungen zur Abfederung der Krise konzentrierten sich auf den Verkehr, auf den 45 Prozent des Ölverbrauchs entfalle, teilte die IEA in Paris mit.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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