EZB, Kurs

EZB: Kurs bleibt vorerst stabil

16.03.2026 - 11:41:45 | boerse-global.de

Die Europäische Zentralbank hält den Leitzins bei 2,0 Prozent, da steigende Energiepreise die schwächelnde Wirtschaft zusätzlich belasten würden. Die US-Notenbank verschiebt Zinssenkungen.

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Der Iran-Krieg wirbelt die Energiemärkte durcheinander — und zwingt die großen Notenbanken zu einem heiklen Balanceakt. Für die EZB steht heute ihre Märzsitzung an. Die Ausgangslage ist dabei komplizierter als noch vor wenigen Wochen.

Inflationsschock trifft eine schwächelnde Wirtschaft

An den Finanzmärkten kursieren bereits Spekulationen über mögliche Zinsanhebungen. Das klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar: Steigende Energiepreise treiben die Inflation, und der Einlagesatz liegt mit 2,0 Prozent auf einem Niveau, das noch Spielraum nach oben ließe.

Doch der Euroraum befindet sich in einer strukturellen Zwickmühle. Die Eurozone ist — anders als die USA — ein Nettoenergieimporteur. Anhaltend hohe Energiepreise würden das Wirtschaftswachstum empfindlich bremsen, möglicherweise sogar zum Stillstand bringen. Eine Zinserhöhung in einem solchen Umfeld wäre wirtschaftspolitisch schwer zu rechtfertigen.

Die Erwartung lautet daher: Die EZB hält den Leitzins heute unverändert bei 2,0 Prozent — und dürfte den Inflationsschub als vorübergehend einstufen, sofern sich die Lage im Nahen Osten in den kommenden Wochen entspannt.

Fed zieht die Bremse — mit Folgen für den Markt

Während die EZB die Füße stillhält, gerät die US-Notenbank von der anderen Seite unter Druck. Eine Zinssenkung im März ist vom Tisch. Die US-Gesamtinflation lag zuletzt bei 2,4 Prozent, die Kerninflation nach dem für die Fed maßgeblichen PCE-Index sogar noch bei 3,1 Prozent — deutlich über dem Zielwert.

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Frühestens im Juni könnte die Fed das Leitzinsband um 25 Basispunkte auf 3,25 bis 3,5 Prozent senken. Und auch das nur unter der Bedingung, dass die Energiepreise bis dahin wieder nachgeben. Sollte die Blockade der Straße von Hormus länger andauern, rückt selbst dieser Schritt in weite Ferne.

Für Anleger bedeutet das: Das Niedrigzinsumfeld, das viele Bewertungen der vergangenen Jahre gestützt hat, bleibt auf beiden Seiten des Atlantiks auf Eis. Der Druck auf zinssensitive Sektoren dürfte anhalten.

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