Exxon Mobil: Hedging-Verluste bis 4,1 Milliarden
01.05.2026 - 05:05:09 | boerse-global.deBrent-Rohöl schoss im ersten Quartal 2026 von rund 61 auf 118 Dollar je Barrel — eigentlich ein Traumszenario für Exxon Mobil. Allerdings drohen massive Absicherungsverluste einen Großteil dieser Gewinne aufzufressen. Die Zahlen für Q1 2026 liegen heute vor, auch wenn die US-Börsen wegen des Feiertags geschlossen bleiben.
Gewinne oben, Verluste unten
Der Anstieg der Energiepreise dürfte das Upstream-Geschäft kräftig beflügelt haben. Analysten rechnen mit einem Ergebnisschub von bis zu 2,3 Milliarden Dollar aus dem Flüssigkeitengeschäft und bis zu 600 Millionen Dollar aus Erdgas.
Auf der Gegenseite stehen erhebliche Belastungen. Derivatebezogene Verluste könnten das Quartalsergebnis um 3,3 bis 4,1 Milliarden Dollar drücken. Produktionsausfälle in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen noch hinzu — mit einem geschätzten Ergebniseffekt von minus 300 bis 800 Millionen Dollar.
Gewinnerwartungen deutlich unter Vorjahr
Der Konsens beim Gewinn je Aktie liegt zwischen 0,89 und 1,07 Dollar — ein deutlicher Rückgang gegenüber den 1,76 Dollar, die Exxon im ersten Quartal 2025 auswies. Die Umsatzerwartungen sind stabiler: Analysten gehen von 81 bis 85 Milliarden Dollar aus.
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Für das Gesamtjahr 2026 kalkulieren Marktbeobachter mit einem Gewinn je Aktie von 9,90 Dollar bei einem Gesamtumsatz von rund 379 Milliarden Dollar.
Analysten bleiben überwiegend konstruktiv
Trotz der kurzfristigen Belastungen zeigt sich das Analystenfeld wenig beunruhigt. Morgan Stanley hält an seiner Overweight-Einstufung mit einem Kursziel von 172 Dollar fest. BNP Paribas stufte die Aktie auf Neutral hoch und sieht einen fairen Wert bei 165 Dollar, Scotiabank nennt 163 Dollar als Ziel. Lediglich Wolfe Research stufte das Papier auf Peer Perform zurück, ohne ein konkretes Kursziel zu nennen.
Die Aktie notierte zuletzt bei 132,06 Euro und liegt damit knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 26 Prozent zugelegt.
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Kapitalrückgaben als Stabilitätssignal
Jenseits der Quartalszahlen dürfte der Markt auch auf Aussagen zur Kapitalallokation achten. Im Jahr 2025 schüttete Exxon insgesamt 37,2 Milliarden Dollar an Aktionäre aus — 17,2 Milliarden als Dividenden, 20 Milliarden über Aktienrückkäufe. Die Gesamtreserven lagen Ende 2025 bei 19,3 Milliarden Barrel Öläquivalent.
Wenn der Handel am Montag wieder aufnimmt, wird sich zeigen, wie der Markt die Frage bewertet, ob die Upstream-Gewinne die Derivateverluste und einen Produktionsrückgang von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorquartal ausreichend kompensieren konnten.
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