exivo von Dormakaba - Unternehmen steuern Zutritt aus der Cloud
04.07.2026 - 16:21:26 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion B2B & Profi. Geprueft am 04.07.2026, 16:20 Uhr. Details im Impressum.
exivo von Dormakaba öffnet die Bürotür mit einem leisen Klick, während die Hand noch die leichte Struktur der Kunststoffkarte spürt. Produktmanager Roland Huber erklärt Kunden, wie sie ihre gesamte Zutrittskontrolle über einen Browser verwalten. Die Plattform zielt klar auf kleinere Firmen ohne eigene IT-Abteilung.
Cloud-Zutritt für kleinere Unternehmen
Dormakaba positioniert exivo als vollständig cloudbasierte Zutrittslösung für kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups und Filialbetriebe, die keine eigene Sicherheitsinfrastruktur betreiben möchten. Über ein webbasiertes Dashboard lassen sich Nutzer, Berechtigungen und Türen ortsunabhängig verwalten, inklusive zeitlicher Zutrittsprofile für unterschiedliche Mitarbeitergruppen.
Die technische Basis bildet eine Kombination aus online-fähigen Zutrittskontrollzentralen, elektronischen Beschlägen und Lesern sowie dem exivo-Service im Rechenzentrum von Dormakaba. Laut Hersteller werden Softwareupdates und Sicherheitsfunktionen automatisch eingespielt, sodass Anwender sich nicht um Serverbetrieb oder Wartung kümmern müssen. Das System richtet sich damit an Betriebe, die Sicherheit wollen, aber wenig Administrationsaufwand.
Hardware, Karten und mobile Credentials
Zur exivo Plattform gehören konkrete Komponenten wie elektronische Türbeschläge, Wandleser und Steuerungen, die sich in Neu- und Bestandsgebäude integrieren lassen. Viele Installationen nutzen MIFARE DESFire oder LEGIC als Kartentechnologie, sodass vorhandene Mitarbeiterausweise weiterverwendet werden können. Alternativ sind mobile Credentials über Smartphone möglich, etwa per BLE oder NFC, abhängig von den jeweils eingesetzten Terminals.
Roland Huber verweist in Kundenschulungen gerne auf die praktische Seite: Eine Mitarbeiterin, die ihren Ausweis verliert, erhält innerhalb weniger Sekunden eine Sperre für die alte Karte und eine neue Berechtigung, ohne dass Türzylinder getauscht werden. Gerade Filialnetze mit wechselndem Personal profitieren davon, weil Büro, Lager oder Serviceräume flexibel abgesichert werden können.
Dormakaba exivo und die Rolle im Konzernportfolio
Wie exivo in die cloudbasierten Services von Dormakaba eingebettet ist und welche Kennzahlen für die Dormakaba Aktie interessant sind, beleuchten wir im Themenbereich zur ISIN CH0011795959.
Einrichtung über Partner und Browser
In der Praxis läuft der Einstieg in exivo meist über zertifizierte Dormakaba Partner, die die Hardware installieren und das System initial konfigurieren. Die Administratoren der Kunden loggen sich anschließend über den Browser in die exivo Oberfläche ein, vergeben Rollen wie „Mitarbeiter“, „Dienstleister“ oder „Besucher“ und ordnen diese bestimmten Türen und Zeitfenstern zu. Das Ganze funktioniert ohne lokale Server, was den Einstieg besonders für kleinere Betriebe erleichtert.
Ein typisches Szenario: Die IT-Leiterin eines Co-Working-Spaces sitzt an einem Laptop in einem offenen Büro, während ein Techniker draußen neue elektronische Beschläge montiert. Sie sieht in Echtzeit, wie neue Türen im System auftauchen und Zugangsprofile zugewiesen werden. Auf dem Bildschirm erscheinen klare Listen und Kalenderansichten, die den täglichen Betrieb strukturieren. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Abbild des Gebäudes.
Use Cases von Büro bis Fitnessstudio
Dormakaba nennt exemplarisch Büros, Agenturen, Handwerksbetriebe, Arztpraxen, kleine Hotels und Fitnessstudios als Zielkunden für exivo. Dort müssen häufig unterschiedliche Personengruppen verschiedene Bereiche betreten: Mitarbeiter, Reinigungskräfte, externe Dienstleister oder Mitglieder. Mit exivo lassen sich beispielsweise Umkleiden, Serverräume oder Verwaltungsbereiche getrennt absichern, ohne dass Nutzer mehrere Schlüssel tragen.
Gerade Fitnessstudios mit langer Öffnungszeit nutzen laut Branchenberichten digitale Zutrittssysteme, um Mitglieder über Karten oder Apps zu identifizieren und Drehkreuze zu steuern. exivo spielt hier in der Kombination aus Cloudservice und Komponenten eine Rolle, wenn Betreiber ihre Zutrittsdaten zentral auswerten wollen. Auslastung, Stoßzeiten oder Zugriffsversuche außerhalb der vereinbarten Zeit lassen sich damit nachvollziehen und in Geschäftsentscheidungen einbeziehen.
Integration in bestehende Infrastruktur
Ein Vorteil von exivo ist die Möglichkeit, bestehende mechanische oder elektronische Türlösungen von Dormakaba in ein einheitliches Zutrittskonzept zu integrieren. Viele Unternehmen haben über die Jahre unterschiedliche Schlösser, Zylinder und Lesersysteme eingeführt. Die Cloudplattform hilft dabei, diese Vielfalt zu bündeln und in einer Oberfläche zusammenzuführen, sofern die Hardware exivo-kompatibel ist oder nachgerüstet werden kann.
Bei Neubauten werden elektronische Beschläge oft direkt mit eingeplant, sodass Türen vom ersten Tag an vernetzt sind. Entscheider wie Sicherheitsbeauftragte oder Facility Manager berücksichtigen dabei auch zukünftige Anforderungen, etwa die Erweiterung um weitere Standorte. exivo ist konzipiert, um solche Skalierungen zu unterstützen, ohne dass am Hauptstandort zusätzliche Server beschafft werden müssen.
Datenschutz, Sicherheit und Betreiberpflichten
Wer Zutrittsdaten verarbeitet, bewegt sich in einem sensiblen Bereich. Dormakaba betont daher in technischen Unterlagen, dass exivo mit Sicherheitsmechanismen wie verschlüsselter Datenübertragung arbeitet und Rechenzentren nach gängigen Standards zertifiziert sind. Für europäische Kunden spielt dabei die DSGVO eine Rolle, weil Zutrittsdaten personenbezogene Informationen enthalten, etwa Arbeitszeiten oder Nutzungsverhalten.
Compliance-Verantwortliche prüfen deshalb genau, welche Daten erhoben, wie lange sie gespeichert und zu welchen Zwecken ausgewertet werden. In vielen Projekten wird die Protokollierung bewusst auf das notwendige Maß begrenzt. So bleibt die Balance zwischen Sicherheit, Komfort und Datenschutz gewahrt. Betreiber sind angehalten, klare Richtlinien gegenüber Mitarbeitern zu kommunizieren und Betriebsvereinbarungen mit Arbeitnehmervertretungen zu schließen.
Modell zwischen Kauf und Service
exivo ist nicht nur ein technisches Produkt, sondern auch ein Servicekonzept. Unternehmen erwerben Hardwarekomponenten wie Beschläge, Steuerungen und Leser und zahlen zusätzlich für die Nutzung des Clouddienstes. Damit verlagert sich ein Teil der Wertschöpfung von einmaligen Investitionen hin zu laufenden Serviceumsätzen. Dieses Modell ist für Anbieter attraktiv, weil es planbare Erlöse schafft und den Kunden regelmäßige Aktualisierungen bietet.
Für kleine Betriebe ist entscheidend, dass die laufenden Kosten kalkulierbar bleiben und mit dem wahrgenommenen Sicherheitsgewinn im Alltag korrespondieren. Gespräche mit Installateuren zeigen, dass Kaufentscheidungen oft im Zusammenspiel von Bauherren, Architekten und Sicherheitsberatern fallen. Sie wägen Investitionssummen gegen Einsparungen durch weniger Schlüsselverluste, weniger mechanische Schließanlagen und effizientere Verwaltung.
exivo im Dormakaba Portfolio und Aktienbezug
Aus Sicht der Dormakaba Holding AG gehört exivo zur strategisch wichtigen Sparte der elektronischen Zutritts- und Sicherheitslösungen mit Serviceanteil. Im Geschäftsbericht führt der Konzern wiederkehrende Erträge aus digitalen Dienstleistungen als wachsendes Segment. Cloudbasierte Plattformen wie exivo tragen dazu bei, den Anteil von Software und Services an den Gesamterlösen zu erhöhen und die Kundenbeziehung langfristiger zu gestalten.
Für Privatanleger ist wichtig: exivo ist nur eines von vielen Produkten und Lösungen im globalen Portfolio der Dormakaba Holding AG. Die Dormakaba Aktie (ISIN CH0011795959) wird an der SIX Swiss Exchange in Schweizer Franken gehandelt und reflektiert die Gesamtlage des Unternehmens, nicht die Entwicklung eines einzelnen Service.
Kurzprofil Dormakaba exivo
- Produkt: exivo
- Hersteller: Dormakaba Holding AG
- Kategorie: B2B-Zutrittskontrollsystem (Cloud-Service)
- Markteinfuehrung: schrittweise seit Mitte der 2010er Jahre in ausgewaehlten europaeischen Maerkten
- UVP / Preis: individuelle Projektpreise; Hardware und laufende Servicegebuehren, oft im mittleren vier- bis fuenfstelligen Bereich je nach Umfang
- Verfuegbarkeit: ueber Dormakaba Vertriebspartner und Systemintegratoren, derzeit vor allem in Europa und Teilen anderer Regionen
- Zielgruppe: kleine und mittlere Unternehmen, Co-Working-Spaces, Fitnessstudios, Praxen, Filialbetriebe mit mehreren Standorten
- Besonderheit / USP: vollstaendig cloudbasierte Verwaltung von Zutrittsrechten und Tuerschliessungen ohne eigene Serverinfrastruktur beim Kunden
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
