Exchange Online: Mobile Mail droht Aus ab März
09.01.2026 - 13:55:12Ab 1. März 2026 sperrt Microsoft den Mail-Zugang für Millionen veralteter Smartphones und Apps. Unternehmen haben nur noch wenige Wochen Zeit, ihre Geräteflotten zu prüfen – sonst droht der Kommunikations-Blackout.
Kritische Frist für IT-Abteilungen
Die erste Arbeitswoche des neuen Jahres endet mit einer drängenden Warnung für IT-Verantwortliche weltweit. Microsoft setzt sein Vorhaben durch: Ab 1. März 2026 blockiert Exchange Online alle Mobilgeräte, die nicht das aktuelle Exchange ActiveSync Protokoll Version 16.1 nutzen. Betroffen sind native Mail-Apps auf iPhones und Android-Smartphones. Für nicht konforme Geräte bedeutet das: kein E-Mail-Empfang und -Versand mehr. Die Uhr tickt – weniger als acht Wochen bleiben für die Umstellung.
Warum Microsoft jetzt hart durchgreift
Hinter der strikten Deadline steckt ein Sicherheits-Imperativ. Das Protokoll v16.1 stammt ursprünglich aus dem Jahr 2016 und bringt verbesserte Verschlüsselung und Richtlinien-Durchsetzung mit. Ältere Versionen gelten heute als Sicherheitsrisiko. Microsofts Telemetrie-Daten zeigen jedoch: Noch immer synchronisieren zahlreiche Altgeräte und veraltete Drittanbieter-Apps mit unsicheren Protokollen wie EAS 14.1 oder 16.0.
Passend zum Thema Umstieg und Synchronisation: Viele IT-Teams stehen jetzt vor den gleichen Problemen – fehlerhafte Kontoeinstellungen, falsche App-Syncs und unklare Geräte-Reports bei BYOD‑Flotten. Ein kostenloser Outlook‑Guide erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Outlook korrekt einrichten, Exchange‑Konten aufs Smartphone synchronisieren und typische Stolperfallen vermeiden. Enthalten sind klare Kontoeinstellungen, Smartphone‑Sync-Anleitungen und praktische Zeitspar‑Tipps für die schnelle Fehlerbehebung. Jetzt Outlook-Installationsanleitung herunterladen
„Das ist keine sanfte Abschaltung“, betonen Analysten. Im Gegensatz zu früheren Übergangsphasen werde die Blockade diesmal rigoros durchgesetzt. Das Ziel? Die Beseitigung von Sicherheitslücken, die Angreifer über veraltete Synchronisierungsmethoden ausnutzen könnten.
Welche Geräte sind betroffen – und welche nicht?
Die Unsicherheit in vielen Unternehmen ist groß. Die klare Botschaft der Experten: Nicht das Gerät selbst ist entscheidend, sondern die darauf genutzte Software.
- iOS-Nutzer auf der sicheren Seite: Apples native Mail-App unterstützt v16.1 seit iOS 10. iPhones und iPads mit diesem oder einem neueren Betriebssystem sind automatisch kompatibel. Risiken bestehen praktisch nur bei extrem alten Geräten (wie dem iPhone 4S), die noch in Umlauf sind.
- Android: Fragmentiertes Risiko: Die Lage bei Android ist undurchsichtiger. Zwar unterstützen die Gmail-App und Samsung Mail v16.1, aber veraltete App-Versionen oder obskure Drittanbieter-Clients können zum Stolperstein werden.
- Die Ausnahme: Outlook Mobile: Die offizielle Microsoft Outlook App für iOS und Android ist nicht betroffen. Sie nutzt eine moderne Sync-Architektur und umgeht das legacy EAS-Protokoll komplett. Für Unternehmen ist sie damit der empfohlene „sichere Hafen“.
Besonders heikel ist die Situation in Firmen mit „Bring Your Own Device“ (BYOD)-Richtlinien. Hier hat die IT-Abteilung oft keine Übersicht, welche Apps auf privaten Mitarbeiter-Geräten installiert sind.
So handeln IT-Administratoren richtig
Um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden, müssen Administratoren jetzt schnell handeln. Die technische Anleitung ist klar:
- Bestandsaufnahme: Nutzen Sie Exchange Online PowerShell, um einen Report aller Geräte mit EAS-Versionen unter 16.1 zu erstellen. Der Befehl filtert nach
ClientType -eq 'EAS'und prüft das AttributClientVersion. - Kommunikation: Identifizierte Nutzer müssen umgehend informiert werden. Sie müssen ihr Betriebssystem oder ihre Mail-App aktualisieren.
- Migration als Lösung: Die effektivste Strategie ist die Migration zur Outlook Mobile App. Sie garantiert langfristigen Support und macht Unternehmen unabhängig von den Eigenheiten nativer Mail-Apps.
Nur der Anfang: EWS-Abschaltung folgt im Oktober
Die ActiveSync-Deadline im März ist lediglich der erste Akt eines umfassenden Modernisierungsplans. Schon richtet sich der Blick auf den Oktober 2026: Dann beginnt die schrittweise Abschaltung des Exchange Web Services (EWS)-Protokolls.
Experten sehen 2026 als Wendepunkt für die IT-Compliance. Unternehmen, die diese Updates als Routine abtun, riskieren massive Betriebsausfälle. Der Countdown läuft – die Zeit für Tests und Problemlösung schwindet. IT-Verantwortliche sollten ihre Geräte-Audits bis Ende Januar abschließen.
PS: Wenn Sie die Migration zur Outlook Mobile App ernsthaft planen, kann der kostenlose Outlook‑Spezialkurs den Wechsel deutlich beschleunigen. Der Guide zeigt nicht nur die korrekten Kontoeinstellungen, sondern liefert auch Checklisten für die Kommunikation mit Mitarbeitenden und Anleitungen zur Fehlerdiagnose auf Android und iOS. Ideal für IT‑Leads, die Ausfallzeiten minimieren möchten. Jetzt kostenlosen Outlook-Spezialkurs anfordern


