Evraz Aktie: Kurs fällt von 92,54 auf 81,00 Pfund
14.05.2026 - 07:58:50 | boerse-global.deDie Londoner Ära von Evraz ist endgültig vorbei. Ein russisches Schiedsgericht hat die britische Muttergesellschaft von ihren wichtigsten Industrieanlagen getrennt. Der Konzern verliert damit die Kontrolle über sein operatives Herzstück.
Kontrollverlust per Gerichtsbeschluss
Das Urteil stützt sich auf das russische Gesetz für wirtschaftlich bedeutsame Organisationen. Es entzieht der Holding sämtliche Verwaltungs- und Stimmrechte an der Haupttochter Evraz NTMK. Auch Dividenden fließen nicht mehr nach Großbritannien. Der Kreml nutzt diesen rechtlichen Mechanismus gezielt. Er umgeht so ausländische Sanktionsstrukturen und holt die Kontrolle über wichtige Industrien ins Inland zurück.
Harte Landung an der Börse
Der Aktienmarkt reagierte prompt auf den Verlust der russischen Geldquellen. Der Kurs der Evraz-Aktie fiel von 92,54 auf 81,00 Britische Pfund. Die Folge: ein Totalausfall für Einkommensinvestoren. Am jüngsten Ex-Dividenden-Tag fiel die Ausschüttung komplett aus. Seit 2022 blockieren Restriktionen ohnehin den Kapitalfluss von operativen Töchtern wie Raspadskaya nach London.
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Neustart in Nischni Tagil
Nun ordnet das Management die Struktur neu. Etwa 60 rechtliche Einheiten verschmelzen zur neuen PJSC Evraz mit Sitz in Nischni Tagil. Diese Gesellschaft bündelt künftig die gesamte russische Eisenerz- und Stahlproduktion. Aktionäre der britischen Holding können ihre Papiere in direkte Anteile der russischen Gesellschaft umtauschen. Für russische Staatsbürger ist dieser Schritt sogar verpflichtend. Das Verfahren soll die Werte der Investoren in einer voll handlungsfähigen Gesellschaft sichern.
Das neue Unternehmen bereitet bereits den Gang an die Moskauer Börse vor. Der Handel soll noch im ersten Halbjahr 2026 starten. Das Management will so die Liquidität für internationale und heimische Investoren wiederherstellen. Mit diesem Schritt endet die Funktion der britischen Muttergesellschaft als Anlagevehikel. Der Fokus der Anleger liegt ab sofort ausschließlich auf der neuen russischen Einheit.
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