Evotec: MAK Capital fordert Just-Spin-off
27.04.2026 - 15:09:56 | boerse-global.deEvotec hat ein Problem, das über einen schwachen Montag hinausgeht. Die Aktie verliert rund 1,9 Prozent auf 5,25 Euro — und das, obwohl der Kurs im 30-Tages-Vergleich bereits mehr als 20 Prozent zugelegt hatte. Der Hamburger Wirkstofforscher steckt mitten in einem selbst deklarierten Umbaujahr, und die Baustellen häufen sich.
Führungswechsel im schlechtesten Moment
Paul Hitchin verlässt Evotec Ende April als Finanzvorstand — nach gerade einmal 14 Monaten im Amt. Als Grund nennt das Unternehmen persönliche Motive. Ab dem 1. Mai übernimmt Claire Hinshelwood den CFO-Posten. Sie bringt mehr als drei Jahrzehnte Finanzführungserfahrung mit, unter anderem von Novartis und Syngenta.
Der Zeitpunkt ist heikel. Nur wenige Tage nach dem Wechsel, am 6. Mai, legt Evotec die Quartalsergebnisse vor. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Verlust von 0,46 Euro je Aktie — Hinshelwood übernimmt also kein einfaches Erbe.
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MAK Capital erhöht den Druck
Parallel dazu macht der US-Investor MAK Capital Tempo. Der Fonds hält rund 7 Prozent an Evotec und fordert einen radikalen Strategieschwenk: Die US-Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics soll eigenständig an die Börse. MAK Capital taxiert deren Wert auf über eine Milliarde Euro — mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung des Gesamtkonzerns von rund 950 Millionen Euro. Obendrein drängt der Investor auf eine beschleunigte Restrukturierung.
Das gibt dem Druck eine konkrete Dimension. Wenn eine Tochtergesellschaft laut einem Großaktionär mehr wert sein soll als das Mutterunternehmen an der Börse, ist das eine Ansage, die das Management nicht ignorieren kann.
Analysten gespalten, Kurs unter Druck
Die Einschätzungen der Analystenhäuser spiegeln die Unsicherheit wider: RBC Capital Markets und Berenberg sehen die Aktie mit "Outperform" beziehungsweise "Buy", die Deutsche Bank bleibt bei "Hold", BofA Securities stuft sie mit "Underperform" ein. Ein negatives KGV macht eine klassische Bewertung ohnehin schwierig.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 8,32 Euro ist die Aktie noch immer rund 37 Prozent entfernt. Das Tief von 4,14 Euro Mitte März liegt dagegen erst wenige Wochen zurück. Der Q1-Bericht am 6. Mai wird zeigen, ob die Restrukturierung im Zahlenwerk erste Spuren hinterlässt — und ob das neue CFO-Duo aus Hinshelwood und dem übrigen Vorstand MAK Capital mit konkreten Schritten beruhigen kann.
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