Evotec Aktie: Deutsche Bank senkt Ziel auf 4,50 Euro
10.05.2026 - 11:10:26 | boerse-global.deHohe Umbaukosten drücken Evotec tief in die roten Zahlen. Während das Management auf Besserung im Jahresverlauf pocht, klaffen die Einschätzungen am Markt weit auseinander. Das Hamburger Wirkstoffforschungsunternehmen steckt mitten in einer teuren Neuausrichtung.
Das schwache Auftaktquartal
Die Geschäftszahlen für das erste Quartal fielen schwächer aus als vom Markt erhofft. Der Konzernumsatz sank um rund 22 Prozent auf 156,6 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang war ein weggefallener Lizenzerlös des Partners Sandoz, der das Vorjahresergebnis noch gestützt hatte.
Auf der Ergebnisseite hinterlässt das Transformationsprogramm „Horizon“ tiefe Spuren. Evotec verbuchte hohe Rückstellungen für Reorganisationsmaßnahmen, Abfindungen und Wertminderungen. Entsprechend rutschte das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) auf minus 21,9 Millionen Euro ab.
Gespaltene Analysten und Chartbild
Die Deutsche Bank reagierte prompt auf die vorgelegten Daten. Analyst Fynn Scherzler beließ seine Einstufung auf „Hold“ und kappte das Kursziel auf 4,50 Euro. Er bemängelte die fehlende operative Dynamik und bezeichnete die laufende Prüfung strategischer Optionen als zu vage.
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Völlig anders bewertet die US-Investmentbank TD Cowen die Lage. Sie rät weiterhin zum Kauf und ruft ein Ziel von 10,00 Euro auf. An der Börse pendelte sich die Aktie am Freitag bei 5,25 Euro ein. Auf Monatssicht erholte sich das Papier spürbar, der übergeordnete Abwärtstrend bleibt mit Blick auf die 200-Tage-Linie jedoch intakt.
Die deutliche Diskrepanz der Analystenziele spiegelt die Unsicherheit am Markt wider. Investoren wägen ab zwischen den kurzfristigen Belastungen durch den Konzernumbau und dem langfristigen Potenzial der Wirkstoffforschung.
Neue Führung und Ausblick
CEO Christian Wojczewski hält derweil an seiner Prognose für das laufende Jahr fest. Evotec plant einen Umsatz zwischen 700 und 780 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll am Jahresende einen positiven Wert von bis zu 40 Millionen Euro erreichen.
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Helfen soll dabei ein erneuertes Führungsteam. Seit Anfang Mai steuern Claire Hinshelwood als Finanzvorständin und Ingrid Müller als operative Leiterin (COO) die Umsetzung der Umbaupläne. Die Neubesetzungen werten Marktbeobachter als Signal für eine striktere operative Führung.
Im Juni steht die ordentliche Hauptversammlung in Hamburg an. Auf der Tagesordnung finden sich die Wahl von Wolfgang Hofmann in den Aufsichtsrat sowie die Abstimmung über ein neues Vergütungssystem. Aktionäre erwarten auf dem Treffen konkrete Details zum Fortschritt der strategischen Portfolio-Überprüfung.
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