Evotec, Aktie

Evotec Aktie: Absturz auf Jahrzehnt-Tief

14.03.2026 - 01:23:40 | boerse-global.de

Der Biotech-Konzern Evotec kürzt seine Prognose für 2026 drastisch, streicht bis zu 800 Stellen und sieht sich mit rechtlichen Untersuchungen in den USA konfrontiert.

Evotec Aktie: Absturz auf Jahrzehnt-Tief - Foto: über boerse-global.de
Evotec Aktie: Absturz auf Jahrzehnt-Tief - Foto: über boerse-global.de

Stellenabbau, Umsatzwarnung, rechtliche Untersuchungen in den USA — Evotec hat innerhalb weniger Tage gleich auf mehreren Fronten schlechte Nachrichten geliefert. Der Markt reagierte entsprechend hart.

Prognosekürzung trifft härter als der Stellenabbau

Am 10. März verkündete der Hamburger Biotech-Konzern das Restrukturierungsprogramm „Horizon". Kern des Plans: Reduktion auf zehn globale Standorte und der Abbau von bis zu 800 Stellen — knapp ein Fünftel der Belegschaft. Bis Ende 2027 sollen daraus jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro entstehen, bei Restrukturierungskosten von etwa 100 Millionen Euro bis 2028.

Der eigentliche Schock kam jedoch nicht vom Personalabbau, sondern vom Ausblick. Für 2026 rechnet Evotec mit Konzernerlösen zwischen 700 und 780 Millionen Euro — nach rund 788 Millionen im Vorjahr. Noch deutlicher fällt der Rückgang beim bereinigten EBITDA aus: von 41 Millionen Euro auf einen Korridor von null bis 40 Millionen Euro. Das Unternehmen nennt 2026 selbst ein „Übergangsjahr", erste operative Verbesserungen erwartet es frühestens in der zweiten Jahreshälfte.

Hinzu kommt eine zweigeteilte Segmentperformance aus 2025: Das Kerngeschäft Drug Discovery & Preclinical Development schrumpfte um 13 Prozent auf rund 529 Millionen Euro und rutschte ins negative EBITDA. Das Biologics-Segment legte dagegen um rund 40 Prozent auf 259 Millionen Euro zu.

Vertrauenskrise mit juristischem Nachspiel

Die Aktie markiert heute mit 4,13 Euro ein neues 52-Wochen-Tief — und liegt damit rund 50 Prozent unter dem Jahreshoch von 8,32 Euro vom Mai 2025. Allein in den vergangenen sieben Handelstagen hat der Titel knapp ein Viertel seines Wertes verloren.

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Parallel dazu gab die US-Kanzlei Johnson Fistel am 11. März bekannt, potenzielle Ansprüche von Evotec-Investoren zu untersuchen. Das verschärft den Druck auf das Management zusätzlich.

Langfristig hält Evotec an ambitionierten Zielen fest: Konzernerlöse von über einer Milliarde Euro, ein CAGR von 8 bis 12 Prozent und eine bereinigte EBITDA-Marge von 20 Prozent bis 2028. Am 8. April legt das Unternehmen die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor — dann wird sich zeigen, ob die Detailzahlen die Prognose weiter belasten oder erste Stabilisierungssignale liefern.

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