Evonik, Aktie

Evonik Aktie: Quartalszahlen überraschen positiv

26.06.2026 - 18:54:32 | boerse-global.de

Evonik überrascht mit starken Q2-Zahlen und erhöht die EBITDA-Prognose für 2026 auf 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro.

Evonik übertrifft Erwartungen und hebt Jahresprognose an
Evonik - Abstrakte Darstellung des Spezialchemiesektors mit optimistischer Stimmung, weichem Licht und Andeutungen von Wachstum und Innovation. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat heute mit vorläufigen Quartalsergebnissen die Markterwartungen klar übertroffen — und die Jahresprognose gleich mit nach oben gezogen.

Starkes Q2 treibt Jahresprognose an

Für das zweite Quartal 2026 erwartet Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 600 und 650 Millionen Euro. Das liegt rund 23 Prozent über dem Vorjahreswert und übersteigt die Markterwartung von rund 567 Millionen Euro um mehr als fünf Prozent. Kein Wunder, dass Anleger aufhorchen.

Infolgedessen hebt das Essener Unternehmen die Jahresprognose spürbar an. Statt der bisherigen Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro stehen nun 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro als Ziel für das bereinigte EBITDA 2026. Zum Vergleich: 2025 lag das operative Ergebnis bei rund 1,9 Milliarden Euro — der neue Zielkorridor liegt also deutlich darüber. Die Cashflow-Zielvorgabe bleibt unverändert bei einer Umwandlungsrate von rund 40 Prozent.

Treiberanalyse: Tiernahrung und Sondereffekte

Hinter dem starken Quartal stecken zwei unterschiedlich nachhaltige Triebkräfte. Einerseits profitierte Evonik von einer durch den Nahost-Krieg ausgelösten Sonderkonjunktur — die laut Unternehmenseinschätzung im weiteren Jahresverlauf abflauen dürfte. Andererseits zeigt das Segment der Vorprodukte für Tiernahrung anhaltende Stärke, für die Evonik auch im dritten Quartal weiteres Momentum erwartet.

Dieses zweigeteilte Bild macht die Prognoseerhöhung gleichzeitig glaubwürdig und nuanciert: Der Konzern setzt nicht allein auf flüchtige Sondereffekte, sondern kann sich auf strukturell nachgefragte Segmente stützen.

Jefferies bleibt optimistisch

Analysten von Jefferies bestätigen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 20 Euro. Der Mittelpunkt der neuen EBITDA-Spanne liege zwar leicht unter der hauseigenen Schätzung, aber über dem Marktk­onsens — eine solide Grundlage für die Bewertung.

An der Börse reagierte die Aktie zunächst mit einem kurzen Rücksetzer, bevor sie ins Plus drehte. Die endgültigen Quartalsergebnisse folgen am 4. August 2026 — dann wird sich zeigen, ob die vorläufigen Zahlen Bestand haben und Evonik die obere Hälfte der neuen Prognosespanne ansteuern kann.

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