Evonik Aktie: Michael Rauch übernimmt Finanzressort
14.05.2026 - 09:24:50 | boerse-global.deSchwächerer Umsatz, besseres Ergebnis: Evonik liefert zum Jahresstart genau die Mischung, die der Markt derzeit honoriert. Die Nachfrage bleibt zäh, Währungen drücken zusätzlich. Trotzdem schlägt der Spezialchemiekonzern operativ die eigene Erwartung.
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 17,82 Euro. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 33,78 Prozent, der RSI liegt bei 70,8. Der starke Lauf macht die Erwartungen enger.
Ergebnis schlägt Umsatzrückgang
Im Auftaktquartal erzielte Evonik einen Umsatz von 3,43 Milliarden Euro. Das waren rund neun Prozent weniger als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte des Rückgangs kam aus Währungseffekten.
Auch Volumen und Preise halfen nicht. Die Absatzmengen sanken um zwei Prozent, die Verkaufspreise um ein Prozent. Das ist kein Umfeld, in dem Chemiekonzerne leicht wachsen.
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Entscheidend war das bereinigte EBITDA. Es lag bei 475 Millionen Euro und damit über der Zielmarke von rund 450 Millionen Euro. Die Sparmaßnahmen greifen also sichtbar in der Gewinnrechnung.
Umbau geht in die Endphase
Der Hebel heißt „Evonik Tailor Made“. Das Programm läuft im letzten Jahr und soll Verwaltung sowie Abläufe schlanker machen. Die Logik dahinter ist klar: Wenn der Markt nicht hilft, muss die Kostenbasis liefern.
In diesem Jahr will Evonik weltweit rund 1.000 Stellen abbauen. Ende März beschäftigte der Konzern etwa 30.600 Menschen. Für die Marge ist dieser Schnitt wichtig, für die Organisation bleibt er anspruchsvoll.
Evonik braucht diese Disziplin, weil die Nachfrage in Teilen des Geschäfts weiter verhalten ist. Der Konzern kann schwächere Mengen nicht dauerhaft über Preise auffangen. Effizienz wird damit zur wichtigsten Stütze.
Neuer Finanzchef, alte Baustellen
Seit Mai führt Michael Rauch das Finanzressort und folgt auf Claus Rettig. Der Wechsel fällt in eine Phase, in der Evonik den Konzern stärker auf spezialisierte Anwendungen ausrichtet.
Besonders das Segment Advanced Technologies bleibt sensibel. Dort treffen Hochleistungskunststoffe und Futtermittelzusätze auf schwankende Rohstoffpreise. Stützend wirken kurzfristige Vorratskäufe der Kunden und erholte Preise für Methionin.
Energie bleibt ein Risiko. Geopolitische Spannungen haben zuletzt Preissprünge ausgelöst. Evonik kann einen Teil davon über lokale Produktion und Rohstoffbeschaffung abfedern.
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Ausblick bleibt vorsichtig
Für 2026 peilt Evonik weiter ein bereinigtes EBITDA von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro an. Das lässt Spielraum, aber keine Entwarnung. Der Jahresauftakt verbessert die Ausgangslage.
Im zweiten Quartal erwartet der Konzern mindestens 550 Millionen Euro. Das könnte das stärkste Quartal des laufenden Zyklus werden. Danach rücken Inflation, Rohstoffkosten und Investitionszurückhaltung wieder stärker in den Blick.
Im Juni steht die Hauptversammlung an. Dort dürften Kostenziele, Portfoliofokus und die Rolle des neuen Finanzchefs im Mittelpunkt stehen. Kurzfristig hat Evonik Luft gewonnen; die zweite Jahreshälfte wird zum Belastungstest für Preise, Nachfrage und Kosten.
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